Kriminalpolitik und Strafrechtswissenschaft - 10.1628/002268818X15157469783036 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Michael Kubiciel

Kriminalpolitik und Strafrechtswissenschaft

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 73 () / Heft 4, S. 171-179 (9)

10,80 € inkl. gesetzl. MwSt.
Artikel PDF
Große Koalition hat das Strafgesetzbuch mit einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen in fast allen Abschnitten und teilweise grundlegend novelliert. Die Strafrechtswissenschaft hat jede einzelne Änderung kritisiert und das Fehlen einer »idée directrice« moniert. Indes ist ihr diese Idee selbst abhandengekommen. Sie kann Geltung und Gültigkeit ihrer Leitbilder nicht begründen, zudem sind diese zu grob und zu vage, um komplexe Kriminalisierungsfragen zu beantworten. In dieser Situation scheint es angezeigt, in den Gesetzesänderungen selbst nach Tendenzen zu suchen, um sich der Herausforderungen zu vergegenwärtigen, vor denen die Strafrechtswissenschaft steht: Sie muss ihr Selbstverständnis kritisch hinterfragen, sich in methodischer Hinsicht öffnen und ihren Begriffsapparat modernisieren.
Personen

Michael Kubiciel ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationales, Europäisches und Deutsches Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Augsburg.