Viktoria Kraetzig

Öffentlichkeit nach der Presse

Medienregulierung im Strukturwandel des Journalismus
Rubrik: Aufsätze
Jahrgang 81 (2026) / Heft 19, S. 851-859 (9)
Publiziert 28.09.2026
DOI 10.1628/jz-2026-0208
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Beschreibung
Der digitale Strukturwandel hat eine neue Öffentlichkeit hervorgebracht: eine Öffentlichkeit, für die der Journalismus, aber nicht mehr die Presse unabdingbar ist. Die Medienregulierung muss das Auseinanderfallen der alten Einheit von Presse und Journalismus verarbeiten. Gesetzgebung zur Sicherstellung einer zuverlässigen Informationsinfrastruktur und für Medienvielfalt sollte nicht mehr akteursbezogen auf die Presse oder andere Massenmedien zugeschnittenen sein. Sie sollte auf das Gut hin regulieren: auf „hochwertige" und vielfältige Medieninhalte, die der neuen Öffentlichkeit zugutekommen - gleich welcher private Akteur sie produziert oder vertreibt.