Rechtsrezeptionen in Ostasien - 10.1628/002268816X14507028114473 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Christian Starck

Rechtsrezeptionen in Ostasien

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 71 () / Heft 8, S. 377-382 (6)

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Rezeption beginnt normalerweise mit Gesetz- oder Verfassungsgebung. Rechtsprechung und Rechtslehre (= Rechtsdogmatik) stabilisieren die Rezeption. Der Beitrag beschreibt Vorgänge der Rechtsrezeption im Fernen Osten, die vor 140 Jahren begannen. Japan und China, von der konfuzianischen Rechtstradition beherrscht, entschlossen sich, vom Ende des 19. Jahrhunderts an europäisches, vor allem deutsches Recht zu rezipieren, um ihre Gesellschaft zu modernisieren. Die erzwungene Abtretung Taiwans an Japan und die japanische Annexion Koreas vermittelten deutsches Recht auch diesen Ländern, allerdings zunächst auf dem Wege des Oktrois durch die Besatzungsmacht. Später haben es beide Länder beibehalten und damit ebenfalls rezipiert.
Personen

Christian Starck ist emeritierter Professor des Öffentlichen Rechts an der Universität Göttingen; 1991–2006 Richter des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs und 2008–12 Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.