Unrecht durch Recht – zum Profil der Rechtsgeschichte der NS-Zeit - 10.1628/002268815X14380730634090 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Joachim Rückert

Unrecht durch Recht – zum Profil der Rechtsgeschichte der NS-Zeit

Rubrik: Aufsätze
JuristenZeitung (JZ)

Jahrgang 70 () / Heft 17, S. 793-804 (12)

14,40 € inkl. gesetzl. MwSt.
Artikel PDF
Eine rechtshistorische Gesamtdarstellung zur NS-Zeit fehlt auch nach nun zwei Generationen. Die Zeit der Zeitgeschichte ist aber längst gekommen. Das zeigt die Fülle der freilich sehr vergangenheitspolitisch getränkten Forschung. Im Zentrum meiner Zwischenbilanz stehen daher die Synthesen und Narrative. Nach einigen Wissensgrundlagen zum historischen Ort des Nationalsozialismus geht es um seine Theorie und Ideologie. Die wichtigsten Deutungsmuster vom »Faschismus« bis zum »Unrechtsstaat« führen auf die offenbar so sehr verführerische Erkenntnisweise und Denkstruktur der NS-Ideologie als Heilslehre und Herrschaftsideologie. In der rechtlichen Umsetzung verfolgte man eine raffinierte, hochwirksame Doppelstrategie.
Personen

Joachim Rückert war seit 1984 Lehrstuhlinhaber für Zivilrecht und Rechtsgeschichte in Hannover; 1993–2010 Lehrstuhlinhaber für Zivilrecht und Juristische Zeitgeschichte in Frankfurt/Main, seit 1998 mit der Widmung Neuere Rechtsgeschichte, Juristische Zeitgeschichte, Zivilrecht und Rechtsphilosophie.