Philipp Semmelmayer

Zur ideologischen Instrumentalisierung des Unternehmenssteuerrechts in der NS-Zeit

Rubrik: Aufsätze
Jahrgang 81 (2026) / Heft 15, S. 708-713 (6)
Publiziert 14.08.2026
DOI 10.1628/jz-2026-0205
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Beschreibung
Während der NS-Zeit diente das Unternehmenssteuerrecht neben der Sicherung des Steueraufkommens auch ideologischen Zwecken. Mit Hilfe der Unternehmenssteuergesetzgebung führte der NS-Staat aktiv lenkend eine Umwandlungsbewegung herbei, welche die von ihm verteufelten Kapitalgesellschaften zugunsten von idealisierten Personengesellschaften zurückdrängte. Dabei kam es zu zahlreichen Umwandlungen in die Rechtsform der Kommanditgesellschaft, da diese den Vorteil der Haftungsbeschränkung bot. Die Frage, ob man ihr diesen Vorteil im Steuerrecht absprechen sollte, war während der NS-Zeit Gegenstand von äußerst kontroversen Diskussionen. Der Beitrag beleuchtet anhand der Auseinandersetzung um die Kommanditgesellschaft die bisher nur teilweise erforschte Unternehmenssteuerrechtsgeschichte der NS-Zeit.