Altertumswissenschaft

Alexandria

Hrsg. v. Tobias Georges, Felix Albrecht u. Reinhard Feldmeier, unter Mitarb. v. Manuel Kaden u. Christoph Martsch

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Leinen
ISBN 978-3-16-151673-3
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Alexandria war die geistige Metropole der hellenistisch-römischen Welt und zugleich ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen fokussieren die zahlreichen Facetten dieser Stadt im Spannungsfeld von Bildung und Religion: von der Archäologie über das pagane und das jüdische bis hin zum christlichen und zum islamischen Alexandria.
Alexandria war die bedeutendste geistige Metropole der hellenistisch-römischen Welt und zugleich ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen. Von Alexander dem Großen als hellenistische Stadt gegründet und gleichwohl auch durch die ägyptische Kultur geprägt, war sie Heimstätte namhafter Kulte, besonders des Isis- und des Serapiskultes. Aufgrund der starken jüdischen Präsenz spielte die Stadt auch für die Geschichte des Judentums und seine Hellenisierung von der Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische bis hin zu dem Religionsphilosophen Philo eine herausragende Rolle, und wurde wohl gerade auch deshalb für die frühen Christen und ihre Theologie mit Denkern wie Klemens und Origenes zum ersten Zentrum von exegetischer und systematischer Wissenschaft. Zugleich war Alexandria seit der frühen Ptolemäerzeit die bedeutendste Stätte antiker Wissenschaft und Bildung, wobei gleichermaßen Naturwissenschaften und Technik wie die Philologie in Blüte standen. Im Zusammenhang mit letzterer wurde die Stadt in der römischen Kaiserzeit dann auch zum neuen Zentrum der platonischen Philosophie.
Inhaltsübersicht
Reinhard Feldmeier, Tobias Georges: Vorwort

Archäologie und Geschichte Alexandrias
Balbina Bäbler: Zur Archäologie Alexandrias – Dorit Engster: Wissenschaftliche Forschung und technologischer Fortschritt in Alexandria – Heinz-Günther Nesselrath: Das Museion und die Große Bibliothek von Alexandria

Paganes Alexandria
Jürgen Zangenberg: Fragile Vielfalt. Beobachtungen zur Sozialgeschichte Alexandrias in hellenenistisch-römischer Zeit – Ilinca Tanaseanu-Döbler: Philosophie in Alexandria – der Kreis um Ammonios Sakkas – Martin Bommas: Isis in Alexandria – Theologie und Ikonographie – Stefan Schmidt: Der Sturz des Serapis – Zur Bedeutung paganer Götterbilder in der spätantiken Gesellschaft Alexandrias

Jüdisches Alexandria
Anna-Maria Schwemer: Zur griechischen und jüdischen Gründungslegende Alexandriens – Maren Niehoff: Jüdische Bibelinterpretation zwischen Homerforschung und Christentum – Felix Albrecht: Die Septuaginta. Einsichten zur Enstehungs-, Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte des griechischen Alten Testaments – Friedrich Reiterer: Zwischen Jerusalem und Alexandria. Alttestamentlicher Glaube im Umfeld hellenistischer Politik und Bildung – Jan Dochhorn: Jüdisch-alexandrinische Literatur? Eine Problemanzeige und ein Überblick über diejenige Literatur, die potentiell dem antiken Judentum entstammt – Karin Schöpflin: Die Hellenisierung der jüdischen Gottesbezeichnung. Ein Versuch anhand von Beobachtungen am spätbiblischen Buch Tobit – Reinhard Kratz: Elephantine und Alexandria. Nicht-biblisches und biblisches Judentum in Ägypten – Beatrice Wyss: Philon und die Pentas. Arithmologie als exegetische Methode – Anna-Maria Schwemer: Der jüdische Aufstand in der Diaspora unter Trajan (115–117 n. Chr.)

Christliches Alexandria
Jürgen Wehnert: Apollos – Winrich Löhr: Christliche ,Gnostiker' in Alexandria im zweiten Jahrhundert – Ralf Sedlak: Klemens – ein christlicher Autor in Alexandria – Peter Gemeinhardt: Glaube, Bildung, Theologie: Ein Spannungsfeld im frühchristlichen Alexandria

Islamisches Alexandria
Hinrich Biesterfeld: »Von Alexandria nach Bagdad«
Personen

Felix Albrecht Geboren 1981; 2017 Promotion; Arbeitsstellenleiter des Langzeitvorhabens »Die Editio critica maior des griechischen Psalters« an der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
https://orcid.org/0000-0003-2511-6475

Reinhard Feldmeier Geboren 1952; Promotion und Habilitation in Tübingen; Pfarrer der bayerischen Landeskirche; 1992–95 Professur in Koblenz; 1995–2002 Professur in Bayreuth; seit 2002 Professor für Neues Testament in Göttingen; Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Tobias Georges Geboren 1972; 1992–99 Studium der Ev. Theologie; 1999–2002 Vikariat; 2002 Ordination; 2004 Promotion; 2009–15 Juniorprofessor am Zentrum EDRIS der Georg-August-Universität Göttingen; 2010 Habilitation; seit 2015 ordentlicher Professor für Geschichte des Christentums und seiner interreligiösen Beziehungen an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen.

Manuel Kaden Keine aktuellen Daten verfügbar.

Christoph Martsch Keine aktuellen Daten verfügbar.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Journal of Gnostic Studies — 2.1 (2017), S. 135–139 (John C. Johnson)
In: Theologische Revue — 111 (2015), S. 40–42 (Stefan Klug)
In: The Polish Journal of Bibl. Research — 13 (2014), S. 140–142 (Zdzislaw J. Kapera)
In: Oriens Christianus — 97 (2013/2014), S. 253–258 (Piotr O. Scholz)
In: Revue d'histoire et de Philosophie Religieuses — 94 (2014), S. 333–334 (Ch. Grappe)
In: Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft (ZAW) — 126 (2014), S. 284 (J. C. Gertz)
In: The Expository Times — 125 (2014), S. 406 (Jane Heath)
In: Fachbuchkritik.de — http://www.fachbuchkritik.de/html/alexandria.html (09/2013)
In: New Testament Abstracts — 58 (2014), S. 441–442
In: Bulletin for Biblical Research — 24.1 (2014), S. 145–146 (Eckhard J. Schnabel)
In: Salesianum — 76 (2014), S. 734–736 (Rafael Vicent)
In: Irenikon — 2014, Heft 1–2, S. 309–310 (U.Z.)
In: Biblische Zeitschrift — 60 (2016), S. 155–158 (Gottfried Schimanowski)
In: Zeitschr. f. Kirchengeschichte — 127 (2016), S. 401–404 (Roland Kany)