Beilegung individualarbeitsrechtlicher Streitigkeiten in Japan 978-3-16-153403-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Heike Alps

Beilegung individualarbeitsrechtlicher Streitigkeiten in Japan

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ISBN 978-3-16-153403-4
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In Japan wurden erst zu Beginn des neuen Jahrtausends auf zentralstaatlicher Ebene Verfahren zur Beilegung individualarbeitsrechtlicher Streitigkeiten eingeführt: ein Vermittlungsverfahren in der Verwaltung und das Verfahren über die Verständigung in Arbeitssachen vor den japanischen Distriktgerichten. Bei genauer Hinsicht erweisen sich beide als Verfahren der alternativen Streitbeilegung.
Individualarbeitsrechtliche Streitigkeiten sind in Japan über einen langen Zeitraum hinweg nicht als bedeutsamer Konflikttypus wahrgenommen worden. Erst zu Beginn des neuen Jahrtausends wurden zwei Systeme eingeführt, die landesweit für ganz Japan einheitliche Regelungen speziell nur für die Beilegung individualarbeitsrechtlicher Konflikte vorsehen. Im Jahr 2001 ist ein Vermittlungsverfahren auf Verwaltungsebene und im Jahr 2006 das Verfahren über die Verständigung in Arbeitssachen vor den japanischen Distriktgerichten eingeführt worden. Japan gilt als Land, in dem Konflikte überwiegend mit Hilfe von Verfahren gelöst werden, deren Ziel die einvernehmliche Beilegung eines Streites ist. Das Verständigungsverfahren weist viele Gemeinsamkeiten mit solch alternativen Streitbeilegungsverfahren auf. Die Analyse und rechtliche Einordnung der beiden neu etablierten Verfahren ist das Ziel dieses Beitrags.
Personen

Heike Alps Geboren 1976; Studium der Rechtswissenschaften in Trier und Tübingen; Postgraduiertenstudium »Japanische Sprache und Kultur« an der Universität Tübingen und der Dōshisha Universität in Kyoto, Japan; Studienaufenthalt in Kyoto; Referendariat in Lübeck und Hamburg; Masterstudiengang Recht an der Chūō Universität in Tokyo, Japan; seit 2005 Tätigkeit als Rechtsanwältin; seit 2012 Lehrauftrag für »Einführung in die japanische Rechtssprache« an der Universität Augsburg; 2013 Promotion, Marburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Europ. Zeitschr. f. Arbeitsrecht — 2017, 576–577 (Abbo Junker)
In: Rabels Zeitschrift für ausländ. und — 2018, 222–225 (Harald Baum)