Brautpreis und Mitgift 978-3-16-155060-7 - Mohr Siebeck
Altertumswissenschaft

Reinhard Hillmann

Brautpreis und Mitgift

Gedanken zum Eherecht in Ugarit und seiner Umwelt mit einer Rekonstruktion des im Ritual verankerten »Schlangentext«-Mythos

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ISBN 978-3-16-155060-7
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Welche eherechtlichen Klauseln lassen sich in altbabylonischen und mittelassyrischen Rechtstexten finden? Reinhard Hillmann untersucht die Ugarittexte CAT 1.24 und CAT 1.100 und zeigt, dass es eine Homogenität des Brautpreises gibt, die von der altbabylonischen und mittelassyrischen Zeit bis in die Eisenzeit des Alten Testaments reicht.
Ausgehend von den eherechtlichen Klauseln in altbabylonischen und mittelassyrischen Rechtstexten und einem Blick auf die Alalah-Texte, Texte aus der Euphratschleife (Emar) und die Amarnabriefe untersucht Reinhard Hillmann das Eherecht in Ugarit, wobei er auch im Alten Testament der Eisenzeit eine eherechtliche Verbindung mit der vorhergehenden babylonisch-mittelassyrischen Tradition nachzuweisen sucht. Genesis 34:11b-12 erfährt eine neue Behandlung. Der Autor entkräftet die Meinung, dass in Ugarit der Brautpreis vom Vater der Braut an die Familie des Ehemanns zurückgegeben wird. Daneben ergeben sich durch seine Analyse verschiedene Aspekte ugaritischer Ehebräuche, wobei der Nikkal-Text (CAT 1.24) sowie CAT 1.100 im Mittelpunkt stehen. Hillmann deutet CAT 1.100 als Libretto zu einem mythologischen Spiel bei akuter Schlangengefahr, die durch die Vermählung von Horon mit der Beschützerin des Weideviehs beseitigt wird.
Personen

Reinhard Hillmann Geboren 1932; Studium der Theologie und Orientalistik; 1965 Promotion; ab 1959 Gemeindepfarrer; ab 1979 Schulpfarrer und Mitarbeiter am Ugarit-Institut Heidelberg; emeritiert.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.d.Savigny-Stiftung R — 135 (2018), S. 835–837 (Guido Pfeifer)
In: Journal for the Study of the OT — 41.5 (2017) (Anselm C. Hagedorn)
In: Zeitschr. f. d. Alttestamentl. Wissenschaft — 131 (2019), S. 151 (Manfred Krebernik)