Das Galiläa der Heiden 978-3-16-159072-6 - Mohr Siebeck
Theologie

Michael Schröder

Das Galiläa der Heiden

Untersuchungen zur Galiläakonzeption im Matthäusevangelium

2021. Ca. 500 Seiten.
erscheint im Januar

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe

ca. 105,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-159072-6
in Vorbereitung
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Michael Schröder untersucht alle relevanten Stellen im Alten Testament und in den Schriften des antiken Judentums daraufhin, wie der Ausdruck »Galiläa der Heiden« (Mt 4,15) zu verstehen ist. Dabei zeigt sich, dass dieser vor allem eine theologische Aussage hat. In Galiläa erfüllen sich alle Verheißungen, und dort zeigt sich, dass auch die Heiden dem Gottesvolk angehören können.
Der Ausdruck »Galiläa der Heiden« (Mt 4,15 bzw. Jes 8,23) wurde lange als zutreffende Beschreibung der religiösen Situation Galiläas zur Zeit des Neuen Testaments angesehen. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind weitreichend, besonders dann, wenn ein deutlicher Gegensatz zwischen Judäa und Galiläa angenommen wird. Michael Schröder unterzieht die Quellen einer eingehenden Untersuchung und zeigt, dass eine Heranziehung archäologischer Ergebnisse ein anderes Bild zeigt. Von einem heidnischen Galiläa kann nicht gesprochen werden.
Wenn Matthäus vor allem in seinen ersten und letzten Kapiteln viele geographische Angaben macht und Galiläa dabei besonders herausstellt, so verfolgt er damit eine theologische Absicht. Er will aufzeigen, dass Jesus als der versprochene Sohn Davids zunächst dort das ganze Gottesvolk wieder sammelt. Am Ende wird dann Galiläa zum Hoffnungszeichen für die Völker, wenn auch sie in Christus am Heil teilhaben können.
Personen

Michael Schröder Geboren 1963; Studium der Ev. Theologie; 1998 MTh; 1997–2017 Dozent für NT und Griechisch an der Theologischen Hochschule Ewersbach; ab 2018 Pastor der FeG Dautphetal-Dautphe; 2018 Promotion.

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