Das Primat der Politik in kaiserlicher Armee, Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr 978-3-16-150865-3 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Andreas Dietz

Das Primat der Politik in kaiserlicher Armee, Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr

Rechtliche Sicherungen der Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden zwischen Politik und Militär

2011. XXVII, 780 Seiten.

Jus Publicum 210

139,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-150865-3
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Die Stellung der Streitkräfte im Staat folgt dem Primat der Politik. Die zivile Führung hat die Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden. Defizite des Primats haben fatale Folgen, wie das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das »Dritte Reich«, die DDR und die Auslandseinsätze der Bundeswehr zeigen. Andres Dietz fordert deshalb eine nationale Sicherheitsstrategie als Grundlage der Bundeswehrreform und künftiger Einsatzentscheidungen.
Nach Clausewitz ist das Militär nur ein Mittel der Politik. Die Stellung der Streitkräfte im Staat folgt daher dem Primat der Politik, in dem die zivile Führung die Entscheidungsgewalt über Krieg und Frieden hat. Dies zu sichern, ist Aufgabe einer Verfassung mittels Subordination des Militärs unter die zivile Exekutive, beider Legitimation durch das Parlament und seiner Integration in die Wertegemeinschaft. Defizite des Primats haben fatale Folgen, wie die Kriege Deutschlands bis heute zeigen. Andreas Dietz entwickelt die rechtlichen Vorgaben des Primats und misst an ihnen die Verfassungslage im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im »Dritten Reich«, in der Bundesrepublik und in der DDR. An den Auslandseinsätzen der Bundeswehr zeigt er aktuelle Defizite des Primats auf und fordert u. a. eine nationale Sicherheitsstrategie als Grundlage der Bundeswehrreform und künftiger Einsatzentscheidungen.
Personen

Andreas Dietz Geboren 1967; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth; 2003 Promotion; seit 2006 Richter am Bayer. Verwaltungsgericht Augsburg und Lehrbeauftragter an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg; 2011 Habilitation.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Das Historisch-Politische Buch — 2012, 654–656 (Jürgen W. Schmidt)
In: Portal für Politikwiss. pw-portal.de — http://www.pw-portal.de (03/2012) (Sebastian Liebold)
In: Historische Zeitschrift — 298 (2014), S. 246–248 (Hans-Christof Kraus)
In: Die Öffentliche Verwaltung — 2013, 75–76 (Michael Kilian)
In: Zeitschr. integrativer europ. RechtsG (ZIER) — http://www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-02–2012/DietzAndreas-DasPrimatderPolitik.htm (08/2012) (Gerhard Köbler)
In: Juristenzeitung — 2013, 459 (Werner Heun)