Das Schuldprinzip im deutsch-chinesischen Vergleich 978-3-16-157633-1 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Das Schuldprinzip im deutsch-chinesischen Vergleich

Beiträge der vierten Tagung des Chinesisch-Deutschen Strafrechtslehrerverbands in Hangzhou vom 8. bis 12. September 2017
Hrsg. v. Eric Hilgendorf

79,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-157633-1
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Die chinesische Strafrechtswissenschaft unternimmt große Anstrengungen, um die Strafrechtspraxis in China dem Ideal eines rechtsstaatlich geordneten Strafrechts anzunähern. Längst ist sie in der Lage, mit ihren deutschen Partnern auf Augenhöhe zu debattieren. Eine der wichtigsten Plattformen des Strafrechtsvergleichs mit dem Reich der Mitte ist der Chinesisch-Deutsche Strafrechtslehrerverband (CDSV). Der vorliegende Tagungs enthält Beiträge deutscher und chinesischer Autoren zu grundlegenden Fragen der Schuld.
Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas ist in aller Munde. In Europa weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch die chinesische Rechtswissenschaft große Anstrengungen unternimmt, um die Justiz zu modernisieren. Dabei hat die chinesische Strafrechtswissenschaft ein Niveau erreicht, welches ihr erlaubt, auf Augenhöhe mit ihren europäischen Diskussionspartnern umzugehen. Dies zeigen die im vorliegenden Band versammelten Beiträge, die anlässlich der Tagung des Chinesisch-Deutschen Strafrechtslehrerverbands (CDSV) im Jahr 2017 in Hangzhou verfasst wurden. In der bereits vierten Auflage dieses seit 2010 andauernden Austauschs standen Fragestellungen zum Thema Schuld im Vordergrund.
Inhaltsübersicht
Erster Themenkomplex: Allgemeines zur Schuld im Strafrecht
Hao Chen: Wandel der strafrechtlichen Haftungslehre in China. Eine Untersuchung aus historischer Perspektive – Eric Hilgendorf: Die Schuld. Ein Überblick – Jun Feng: Gegenwärtiger Stand und zukünftige Aufgabe der Schuldlehre. Kommentar zu den Hauptreferaten von Prof. Hao Chen und Prof. Eric Hilgendorf – Thomas Weigend: Kommentar zum Hauptreferat von Prof. Hao Chen zum »Wandel der strafrechtlichen Haftungslehre in China«
Zweiter Themenkomplex: Unrechtsbewusstsein und Verbotsirrtum
Frank Peter Schuster: Der Verbotsirrtum im deutschen Recht – Qingren He: Die Lehre vom Unrechtsbewusstsein im chinesischen Strafrecht – Xuan Chen: Das Schuldprinzip, die Prävention und das Unrechtsbewusstsein – Liangfang Ye: Die Position des Unrechtsbewusstseins im Strafrechtssystem – Genlin Liang: Das Schicksal des Unrechtsbewusstseins in China und Deutschland – Urs Kindhäuser: Vorsatz und Unrechtsbewusstsein. Kommentar zum Hauptreferat von Prof. Xuan Chen – Jochen Feldle: Das Unrechtsbewusstsein im chinesisch-deutschen Vergleich. Kommentar zu den Hauptreferaten von Prof. Qingren He und Prof. Xuan Chen
Dritter Themenkomplex: Vorsatz und Fahrlässigkeit
Su Jiang: Die systematische Stellung des Vorsatzes. Zugleich ein Beitrag zur Auslegung des § 14 chStGB – Dongyan Lao: Eine kritische Überlegung zur Vorhersehbarkeit des Erfolgs in der Fahrlässigkeitslehre – Xingliang Chen: Die Stellung des Vorsatzes. Kommentar zum Hauptreferat von Prof. Su Jiang – Guangquan Zhou: Systematische Stellung der Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Kommentar zum Hauptreferat von Prof. Dongyan Lao – Carsten Kusche: Zur Bedeutung der Vorhersehbarkeit des Erfolgseintritts in der deutschen Fahrlässigkeitslehre. Kommentar zum Hauptreferat von Prof. Dongyan Lao
Vierter Themenkomplex: Schuldfähigkeit und Zumutbarkeit
Jan C. Joerden: Schuldfähigkeit und actio libera in causa – Yu Wang: Die Entwicklung der Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens in China – Mingkai Zhang: Die Anwendung der Theorie der Zumutbarkeit in China – Alexander Ignor: Die Unzumutbarkeit normgemäßen Verhaltens. Kommentar zum Hauptreferat von Dr. Yu Wang
Personen

Eric Hilgendorf ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtstheorie, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universität Würzburg.

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