Das unschuldige Blut im Matthäusevangelium 978-3-16-160695-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Johannes Vortisch

Das unschuldige Blut im Matthäusevangelium

Zur geschichtstheologischen Deutung des Todes Jesu

2021. Ca. 460 Seiten.
erscheint im September

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe

ca. 100,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-160695-3
in Vorbereitung
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Nur das Matthäusevangelium greift zur Deutung des Todes Jesu auf das Motiv des unschuldigen Blutes zurück, welches in den Schriften Israels mehrfach bezeugt ist. Johannes Vortisch zeigt, dass die intertextuellen Bezüge nahelegen, dass durch den Gebrauch des Motivs die Tempelzerstörung 70 n.Chr. als Strafe für die Kreuzigung Jesu gedeutet wird.
Die jüngere Forschung zeigt, dass das Matthäusevangelium wesentlich durch die Schriften Israels und das eigene christusgläubige jüdische Profil geprägt ist. Auf dieser Basis untersucht Johannes Vortisch das Motiv des unschuldigen Blutes, welches in Mt 23,35; 27,4; 27,24f. gebraucht wird und sich ca. 25-mal in den Schriften Israels und in Zeugnissen des Frühjudentums findet. Die Einzelexegesen der zentralen Perikopen zeigen ein umfassendes intertextuelles Netz an Schriftbezügen auf und legen nahe, dass der mt Kreis auch die geschichtstheologischen Implikationen des Motivs aufgreift. Durch den Gebrauch des Motivs werden der Tod Jesu und die Tempelzerstörung 70 n.Chr. miteinander in Beziehung gesetzt. In diesem Deutungshorizont bekräftigt das Motiv nicht nur die Unschuld Jesu, sondern markiert auch die Gegner Jesu als Verantwortliche für die Kreuzigung und die Zerstörung Jerusalems.
Personen

Johannes Vortisch Geboren 1989; 2009–15 Studium der Ev. Theologie in Mainz, Jerusalem (Dormition Abbey) und Heidelberg; 2020 Promotion; seit März 2020 Vikar in Mannheim-Feudenheim (EKiBa).
https://orcid.org/0000-0003-3407-6735

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