Delphi 978-3-16-157570-9 - Mohr Siebeck
Altertumswissenschaft

Delphi

Apollons Orakel in der Welt der Antike
Herausgegeben von Balbina Bäbler und Heinz-Günther Nesselrath

2021. VII, 611 Seiten.
erscheint im Dezember

Civitatum Orbis MEditerranei Studia 6

154,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-157570-9
in Vorbereitung
Auch verfügbar als:
Der vorliegende Band beleuchtet in dreiundzwanzig Beiträgen das Phänomen Delphi: Neben der Archäologie werden die »Funktionsweise« des Orakels, Delphis Rolle in der griechischen Geschichte, das Bild des Orakels in literarischen, philosophischen und theologischen antiken Texten und das Bild Delphis in späteren Zeiten behandelt.
Auf der Grundlage einer Tagung im Jahr 2017 versammelt der Band dreiundzwanzig Beiträge, die das Phänomen des Orakels von Delphi in einer Vielzahl von Perspektiven beleuchten. Nach Beiträgen zur Archäologie befassen sich die Autorinnen und Autoren mit dem Orakel selbst und seiner »Funktionsweise«; mit der Rolle Delphis in der griechischen Geschichte und dem Bild des Orakels in der archaischen und klassischen griechischen Literatur; und mit der Rolle Delphis in philosophischen und theologischen (sowohl heidnischen als auch christlichen) Texten der römischen Kaiserzeit. Zuletzt werden moderne naturwissenschaftliche Forschungen zum Orakel sowie Delphis Rolle in Gesellschaftsspielen in den Blick genommen. So entsteht eine umfassende Gesamtschau der Orakelstätte und ihrer vielfachen Ausstrahlung.
Inhaltsübersicht
Heinz-Günther Nesselrath: Einleitung

1. Delphi in der Archäologie
Michael Maaß: Delphi: Faszination und Akribie – Vinzenz Brinkmann/Ulrike Koch-Brinkmann: Learning from Delphi: Provisional Thoughts on Interdependencies of Storytelling on the Siphnian Treasury and the Athenian Parthenon – Vincent Déroche: Delphi in der späteren Antike und Spätantike

2. Das Orakel und seine 'Funktionsweise'
Hugh Bowden: Theophania, Theoria, Thusia: Rethinking the Delphic Experience – Tanja S. Scheer: Jungfräulich, isoliert, ungebildet? Die Pythia als Sprachrohr Apollons – Yulia Ustinova: The Pythia's Appointment and Oracular Practice: Historical, Anthropological, and Cognitive Perspectives

3. Delphi und die (griechische) Geschichte
Beate Wagner-Hasel: Herakles und der Dreifußraub von Delphi: Überlegungen zu den Hintergründen eines Mythos – Balbina Bäbler: Die goldene Bäckerin: Delphi und die nichtgriechische Welt im Spiegel der Weihgeschenke – Robin Osborne: What Did Delphi Have to Do with »Colonization«? – Kai Trampedach: Die Legitimität des delphischen Orakels – Winfried Schmitz: »Sprache des Temenos«: Weihungen als politische Machtdemonstration – Pierre Sánchez: Zwischen Heiligen und Amphiktyonischen Kriegen: Die regionalen Konflikte um das Heiligtum von Delphi und die Kämpfe um die Hegemonie in Zentralgriechenland

4. Delphi in der archaischen und klassischen griechischen Literatur
Leonie von Alvensleben: Triadische Strukturen im Homerischen Apollonhymnos – Claas Lattmann: Die Pythischen Spiele bei Pindar: Historischer Kontext und kulturelle Bedeutung – Heinz-Günther Nesselrath: Das Orakel von Delphi in der attischen Tragödie – Heinz-Günther Nesselrath: Das Orakel von Delphi bei Herodot – Werner Gauer: Delphis Perserkriegsorakel für die Athener und Herodot

5. Delphi in Philosophie und Theologie der römischen Kaiserzeit
Rainer Hirsch-Luipold: Priester, Philosoph und Propagandist – Plutarch und Delphi – Jürgen Hammerstaedt: Das delphische Orakel und seine Sprüche in den philosophischen Debatten der Kaiserzeit – Ilinca Tanaseanu-Döbler: Delphisches im Neuplatonismus – Ulrich Volp: Delphi und die Orakelkritik bei den Kirchenvätern

6. Delphis Bild in späteren Zeiten
Dorit Engster: Von Erdbeben, Erdspalten und Erddämpfen – antike Berichte und moderne Forschungen zu Delphi – Martin Lindner: Ludit in humanis divina potentia rebus: Das Orakel von Delphi im und als Spiel
Personen

Balbina Bäbler Geboren 1967; 1997 Promotion in Klassischer Archäologie an der Universität Bern; seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschungsgruppe 2064 (»STRATA: Stratifikationsanalysen mythischer Stoffe und Texte in der Antike«).

Heinz-Günther Nesselrath Geboren 1957; 1981 Promotion in Klassischer Philologie an der Universität Köln; 1987 Habilitation; seit 2001 Professor für Klassische Philologie an der Universität Göttingen.

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