Rechtswissenschaft

Kai Ensenbach

Der Prognoseschaden bei der Untreue

Vom »Gefährdungsschaden« zur wirtschaftlichen Prognose anhand der Sicherheitslösung

2016. XVIII, 408 Seiten.

Studien und Beiträge zum Strafrecht 3

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Leinen
ISBN 978-3-16-154296-1
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Der Begriff 'Gefährdungsschaden' prägt bisher einen scheinbaren Widerspruch. Ein wirtschaftlicher Vermögensnachteil kann bereits vorliegen, obwohl er äußerlich noch (bloß) zu drohen scheint. Kai Ensenbach untersucht diesen Gegensatz aus dem Blickwinkel der Untreue und entwickelt eine neue Lösung.
Kai Ensenbach untersucht den Gefährdungsschaden aus der Perspektive der Untreue auf wirtschaftlicher Grundlage. Der Gefährdungsschaden gehört zu den umstrittensten Problemen des Strafrechts. Man untersuchte ihn jedoch lange Zeit vorrangig oder gar ausschließlich aus der Perspektive des Betrugs. Verstärkt vertreten Wissenschaft und Praxis hingegen in neuerer Zeit die Ansicht, zwischen Betrug und Untreue bestünden relevante Unterschiede. Damit hat unter anderem der 2. Strafsenat des BGH eine eigenständige teleologische Reduktion der Untreue bei Gefährdungsschäden begründet. Der Autor widmet sich daher den theoretischen, konzeptionellen und historischen Grundlagen, untersucht die These der eigenständigen Auslegung und die vorhandenen Meinungen. Er gelangt zunächst zu einer konzeptionellen und begrifflichen Neuausrichtung. Auf systematischer Grundlage bietet er schließlich eine eigene materielle Lösung an.
Personen

Kai Ensenbach Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität Kiel, teilweise zudem am Institut für Kriminalwissenschaften; Rechtsreferendariat am Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht; seit 2015 Rechtsanwalt in einer mittelständischen Kanzlei in Kiel.

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