Der unterschätzte Petrus 978-3-16-149343-0 - Mohr Siebeck
Theologie

Martin Hengel

Der unterschätzte Petrus

Zwei Studien

2. Auflage; 2007. X, 261 Seiten.
24,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-149343-0
lieferbar
»Das Buch legt niemand aus der Hand, ohne umfassend und kompetent belehrt, ja ein wenig besser gebildet zu sein. [...] Hengel bildet die Einzigartigkeit des Petrus heraus.«
Thomas Söding in Christ in der Gegenwart 58 (2006), S. 438
Da die erste Auflage dieses Buches bereits nach wenigen Monaten vergriffen war, drucken wir eine unveränderte 2. Auflage. Martin Hengels erste Studie »Petrus der Fels, Paulus und die Evangelientradition« geht von Matthäus 16,17–19 aus und fragt nach den Gründen, warum Petrus hier eine so einzigartige, alle anderen Apostel überragende Bedeutung im Urchristentum erhält. Nicht nur im ersten Evangelium, sondern auch in den anderen Evangelien, der Apostelgeschichte und selbst bei Paulus erweist er sich als »die apostolische Grundgestalt der Kirche«. Schon das Evangelium des Petrusschülers Markus ist davon geprägt. Diese Bedeutung erstreckt sich über sein ganzes Wirken bis hin zum Märtyrertod in Rom. Der galiläische Fischer wird zum »Felsenmann« auf Grund seiner einzigartigen Wirksamkeit als theologischer Lehrer und Missionar, der souverän über Jesusüberlieferung verfügt, aber auch ein charismatischer Organisator gewesen sein muss. Daher erscheint er neben Paulus als die wichtigste Autorität für die apostolische Tradition. Seine Einmaligkeit verbietet es, von einer Fortführung des »Petrusamtes« in der Kirche zu sprechen.
Die zweite Studie »Die Familie des Petrus und andere apostolische Familien« geht von der Tatsache aus, dass Petrus und andere Apostel verheiratet waren, und Familien für die urchristliche Mission entscheidende Bedeutung besaßen. Auffallend ist, dass trotz des Vordringens eines ehefeindlichen Enkratismus im 2. Jh. eine ganze Reihe von legendären Nachrichten über die Ehe und Kinder des Petrus überliefert sind.

»Das Buch legt niemand aus der Hand, ohne umfassend und kompetent belehrt, ja ein wenig besser gebildet zu sein. [...] Hengel bildet die Einzigartigkeit des Petrus heraus.«
Thomas Söding in Christ in der Gegenwart 58 (2006), S. 438
Personen

Martin Hengel (1926–2009) was Professor of New Testament and Early Judaism at the Protestant Theology Faculty at the University of Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theological Book Review — 19 (2007), S. 53 (Robert Morgan)
In: Diakrisis — 29 (2008), S. 56–58 (Ulrich Heckel)
In: Sino-Christian Studies — 2007, Heft 4, S. 206–210 (Anna E. Greve)
In: Theologische Beiträge — 40 (2009), S. 355 (Hanna Stettler)
In: H-Soz-u-Kult — Hsozkult.geschichte.hu-berlin.de (Paul Metzger)
In: Bibel und Kirche – Biblische Bücherschau — 67 (2012), S. 245–248 (Matthias Blum)