Dialog über die Liebe 978-3-16-156445-1 - Mohr Siebeck
Geschichtswissenschaft

Plutarch

Dialog über die Liebe

Amatorius
Eingel., übers. u. mit interpretierenden Essays versehen v. Herwig Görgemanns, Barbara Feichtinger, Fritz Graf, Werner G. Jeanrond u. Jan Opsomer

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ISBN 978-3-16-156445-1
Open Access
Plutarchs Dialog »Über die Liebe« (Amatorius) ist die bedeutendste antike Schrift über das Thema nach Platon. Eros erscheint in religiöser, philosophischer und ethischer Perspektive. Im Gegensatz zur Tradition der griechischen Knabenliebe verherrlicht Plutarch die eheliche Liebe.
Plutarch gibt der Liebesphilosophie Platons eine neue Wendung: er überträgt deren Grundgedanken auf die eheliche Liebe, und er verteidigt die Bedeutung der Sexualität für Persönlichkeitsentwicklung und menschliche Bindung. Sein Dialog ist kunstvoll gebaut. Er findet während des Eros-Festes in Thespiai statt (religiöse Dimension); eine Hintergrundhandlung hat Züge einer Komödie (Entführung eines Jünglings durch eine reife Witwe); der Autor läßt sich selbst als frischverheirateten, verliebten jungen Mann auftreten (doppelte Autorenperspektive). Die Schrift wird hier vorgelegt mit einer literarisch orientierten Einführung, kritisch durchgesehenem griechischen Text, einer möglichst lesbaren deutschen Übersetzung und eingehenden Einzelerklärungen. Vier Essays verschiedener Autoren kommen hinzu: über den Eros-Kult in Thespiai, über die philosophischen Aspekte der Schrift, über sozialgeschichtliche Voraussetzungen der Gedanken über Sexualität und Ehe, über den christlichen Liebesbegriff.
Inhaltsübersicht
Plutarch gibt der Liebesphilosophie Platons eine neue Wendung: er überträgt deren Grundgedanken auf die eheliche Liebe, und er verteidigt die Bedeutung der Sexualität für Persönlichkeitsentwicklung und menschliche Bindung. Sein Dialog ist kunstvoll gebaut. Er findet während des Eros-Festes in Thespiai statt; eine Hintergrundhandlung hat Züge einer Komödie und der Autor läßt sich selbst als frischverheirateten, verliebten jungen Mann auftreten. Die Schrift wird hier vorgelegt mit einer literarisch orientierten Einführung, kritisch durchgesehenem griechischen Text, einer möglichst lesbaren deutschen Übersetzung und eingehenden Einzelerklärungen. Vier Essays verschiedener Autoren kommen hinzu: über den Eros-Kult in Thespiai, über die philosophischen Aspekte der Schrift, über sozialgeschichtliche Voraussetzungen der Gedanken über Sexualität und Ehe, über den christlichen Liebesbegriff.
Personen

Plutarch Keine aktuellen Daten verfügbar.

Barbara Feichtinger Geboren 1963; ist Professorin für Latinistik an der Universität Konstanz.

Fritz Graf Geboren 1944; ist Professor of Greek and Latin an der Ohio State University und Leiter des Center for Epigraphical Studies ebendort.

Werner G. Jeanrond Geboren 1955; ist Professor für Systematische Theologie an der Universität Lund in Schweden.

Jan Opsomer Geboren 1966; ist Professor für Philosophie an der Katholischen Universität Leuven.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Museum Helveticum — 66 (2009), S. 239–240 (Beatrice Wyss)
In: Anzeiger f.d.Altertumswissenschaft — 60 (2007), S. 22–25 (Bernd Effe)
In: Göttingische Gelehrte Anzeigen — 258 (2006), S. 182–193 (Heinz Gerd Ingenkamp)
In: New Testament Abstracts — 51 (2007), S. 201
In: Bryn Mawr Classical Review — http://bmcr.brynrmawr.edu/2010/2010–09–37.html (09/2010) (Federica Pezzoli)