Die digitale Gesellschaft als Herausforderung für das Recht in der Demokratie 978-3-16-159250-8 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Die digitale Gesellschaft als Herausforderung für das Recht in der Demokratie

Herausgegeben von Roland Broemel und Arne Pilniok

2020. VII, 153 Seiten.
44,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-159250-8
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Die digitale Gesellschaft schafft neue datenbasierte Wissensgrundlagen und wirft gleichzeitig vielfältige Herausforderungen für das Recht und die Rechtswissenschaft auf. Die Veränderungen der demokratischen Willensbildung und der Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Steuerung der Verwaltung stehen im Mittelpunkt dieses Bandes.
Die Transformation zu einer digitalen Gesellschaft mit der Schaffung neuer datenbasierter Wissensgrundlagen wirft vielfältige Herausforderungen für das Recht und die Rechtswissenschaft auf. Die Funktionsbedingungen der Demokratie werden durch den Strukturwandel der digitalen Öffentlichkeit, wie etwa durch einen umfassenden Informationszugang verändert. Diese Entwicklungen haben Rückwirkungen auf die Arbeitsweise der Verfassungsorgane bei der Normsetzung. Zugleich sind die Möglichkeiten der gesetzlichen Steuerung der Verwaltung durch die Digitalisierung hinsichtlich der verfügbaren kognitiven Grundlagen ebenso fundamentalen Umbrüchen unterworfen wie die Regulierung einer globalen Digitalwirtschaft. Strukturelle Änderungen der gesellschaftlichen Koordination durch die Digitalisierung erfordern ebenfalls eine konzeptionelle Anpassung der Dogmatik. Mit diesen Fragen setzen sich die Beiträge in diesem Band auseinander.
Inhaltsübersicht
Roland Broemel/Arne Pilniok: Die digitale Gesellschaft als Herausforderung für das Recht in der Demokratie: eine Einführung – Eberhard Schmidt-Aßmann: Stand und Perspektiven des demokratischen Prinzips – Thomas Groß: Transparenz als Instrument der Demokratie – Karl-Heinz Ladeur: Die Stellung des Abgeordneten im Parlament der digitalen Gesellschaft – Eine weitere Transformation der Repräsentation? – Stefan Oeter: Soziale Medien und die Beeinflussung politischer Prozesse durch auswärtige Mächte – Hans Christian Röhl: Unternehmenswissen, Demokratie und Digitalisierung – Katharina Reiling: Legitimationsstrukturen einer extraterritorialen Verwaltung der Digitalwirtschaft – Friedhelm Hase: Die Komplexität und Veränderlichkeit medizinischen Wissens als Herausforderung der juristischen Hermeneutik: Gesundheitsrecht zwischen gesetzlicher Steuerung und »autonomer« Selbststeuerung des Versorgungssystems
Personen

Roland Broemel ist Professor für Öffentliches Recht, Wirtschafts- und Währungsrecht, Finanzmarktregulierung und Rechtstheorie an der Goethe-Universität Frankfurt/M.

Arne Pilniok ist Juniorprofessor für Öffentliches Recht, Verwaltungswissenschaften und rechtswissenschaftliche Fachdidaktik an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg.

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