Die Mündlichkeit im Rechtsleben 978-3-16-154058-5 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Die Mündlichkeit im Rechtsleben

IV. Interdisziplinäre und internationale Tagung des Arbeitskreises Sprache und Recht der Universität Regensburg am 26. und 27. April 2012
Hrsg. v. Tonio Walter

2016. X, 247 Seiten.
74,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-154058-5
lieferbar
Die Autoren des vorliegenden Bandes schildern und analysieren mündliche Teile unseres Rechtslebens aus juristischer und sprachwissenschaftlicher Sicht. Zusätzlich werden drei Plädoyers samt rhetorischem Kommentar vorgestellt, die von Strafverteidigern aus verschiedenen Ländern zu einem identischen Fall stammen.
Welchen Platz hat das gesprochene Wort noch in einer Verwaltung und einer Justiz, die seit Jahrhunderten fingieren Quod non est in actis non est in mundo (Was nicht in den Akten steht, das gibt es nicht)? Vor allem heute, in einer Zeit der Textverarbeitungsprogramme und E-Mails, ist diese Frage bedeutsam. Und was lässt sich über das verbliebene mündliche Element unseres Rechtslebens an Allgemeinem und Speziellem sagen? Diese Fragen haben Sprach- und Rechtswissenschaftler auf einer Tagung zu beantworten versucht, deren Vorträge der vorliegende Band vereinigt. Er enthält Geschichtliches, Linguistisches, Juristisches, Kommunikationswissenschaftliches und – umfassend verstanden – Rhetorisches. Dazu gehören auch die Plädoyers dreier Strafverteidiger aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich zu einem identischen Fall sowie je eine sprachwissenschaftliche Analyse
Inhaltsübersicht
Maria Selig: Das Wesen der Mündlichkeit – Heino Schöbel: Die verbliebene Rolle der Mündlichkeit im Rechtsleben aus juristischer Sicht – Friederike Grube: Formen und Funktionen der Mündlichkeit im Gerichtsverfahren – Theo Bungarten: Die Rolle der Mündlichkeit im Rechtsleben aus kommunikationstheoretischer Sicht – Ulrich Manthe: Die Gerichtsrede in der Antike – Hans-Jürgen Becker: Vom mündlichen zum schriftlichen, vom schriftlichen zum mündlichen Prozess. Die französische Revolution als Renaissance der Mündlichkeit vor Gericht – Paul Kirchhof: Rechtsprechen heißt Sprechen über das Recht – Tonio Walter: Ein Fall, drei Plädoyers – und drei Rechtskulturen – Jan Bockemühl: Plädoyer und Anmerkungen des deutschen Strafverteidigers – Gabriele Klocke: »dass ich beantragen werde …« – eine linguistische Analyse des deutschen Plädoyers – Owen Davies: Plädoyer und Anmerkungen des britischen Strafverteidigers – Roswitha Fischer: »And she lost control.« – eine Analyse des Plädoyers von Owen Davies – Philippe Gréciano/Marie Nicolas: Plädoyer und Anmerkungen des französischen Strafverteidigers – Martine Dalmas: »J'accuse ...« – Analyse des französischen Plädoyers – Katharina Gräfin von Schlieffen: Der Einfluss der Rhetorik auf die gerichtliche Entscheidungsfindung
Transkripte der Plädoyers
Personen

Tonio Walter ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Europäisches Strafrecht der Universität Regensburg, Richter am Oberlandesgericht Nürnberg und Dekan seiner Fakultät.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Rivista trimestrale di diritto pubblico — 2017, 550 (l.d.l.)