Die Organisation der öffentlich-rechtlichen Fachgerichtsbarkeiten 978-3-16-159992-7 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Sebastian Walisko

Die Organisation der öffentlich-rechtlichen Fachgerichtsbarkeiten

Verfassungsrechtliche und verfassungstheoretische Überlegungen zu institutionellen und prozessualen Vereinheitlichungen im verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzsystem

2021. XIV, 331 Seiten.
erscheint im Mai

Beiträge zum Organisationsverfassungsrecht 8

94,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-159992-7
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Ob es für eine rationale Organisation des verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzsystems prozessualer und/oder institutioneller Vereinheitlichungen bedarf, ist schon lange Gegenstand organisationsrechtlicher Debatten. Anders als bisweilen behauptet, beantwortet das Verfassungsrecht allein diese Frage nicht. In verfassungstheoretischer Perspektive sprechen erhebliche organisationstheoretische Erwägungen allerdings gegen eine Rationalitätssteigerung durch Vereinheitlichungen.
Nahezu zyklisch werden in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlicher Vehemenz Vereinheitlichungen im prozessual wie auch institutionell ausdifferenzierten verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzsystem der Bundesrepublik Deutschland gefordert. In einer vereinheitlichten Verwaltungsgerichtsbarkeit bzw. einem vereinheitlichten Prozessrecht wird ein höherwertiger, weil rationalerer, Organisationszustand gesehen, der nicht zuletzt für den rechtsschutzsuchenden Bürger unerlässliche Verbesserungen des Rechtsschutzsystems verspreche. Im Zentrum der Diskurse steht dabei die Frage nach dem »Wie« einer Vereinheitlichung; eine eingehende Reflexion über die Gründe für eine Vereinheitlichung und die Passgenauigkeit dieses Instruments bleibt demgegenüber aus. Diese Lücke im Diskurs schließt Sebastian Walisko, indem er herausarbeitet, dass trotz der verfassungsrechtlichen Möglichkeit zur Schaffung vereinheitlichter Strukturen Erwägungen der systemtheoretischen Organisationstheorie gegen Vereinheitlichungen sprechen.
Personen

Sebastian Walisko Geboren 1990; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Bochum und der Libera Università Internazionale degli Studi Sociali (Rom); 2015 Erstes juristisches Staatsexamen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und interdisziplinäre Rechtsforschung der Universität Bochum; seit 2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Glücksspiel und Gesellschaft (GLÜG) der Universität Bochum; LL.M.-Studium Competition and Regulation an der Universität Lüneburg; 2020 Promotion; seit 2020 Referendariat am Landgericht Dortmund.
https://orcid.org/0000-0002-7722-389X

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