Die Schule Franz von Liszts 978-3-16-154148-3 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Die Schule Franz von Liszts

Spezialpräventive Kriminalpolitik und die Entstehung des modernen Strafrechts
Hrsg. v. Arnd Koch u. Martin Löhnig

2016. VII, 247 Seiten.
74,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-154148-3
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Franz von Liszt (1851–1919) gilt als Begründer der »modernen« Strafrechtsschule. Im Werk seiner Schüler spiegeln sich die freiheitlichen und totalitären Potentiale seines Programms wider. Der Band thematisiert die offene Frage nach den Grundlagen, Gewinnen und Gefahren »moderner« Kriminalpolitik.
Franz von Liszt (1851–1919) entfachte mit seinem kriminalpolitischen Programm eine europaweite Diskussion über den Zweck des Strafens und die angemessenen Mittel effektiver Kriminalitätsbekämpfung. Das von ihm begründete »Kriminalistische Seminar« entwickelte sich zu einem internationalen Anziehungspunkt für aufstrebende Wissenschaftler unterschiedlicher Couleur, die in den nachfolgenden Jahrzehnten als sogenannte »von Liszt-Schule« die strafrechtliche Diskussion nachhaltig prägten. Im Werk seiner Schüler spiegeln sich die freiheitlichen und totalitären Potentiale des Lisztschen Reformprogramms wider. Der Band thematisiert erstmals und umfassend die offene Frage nach den Grundlagen, Gewinnen und Gefahren »moderner« Kriminalpolitik.
Inhaltsübersicht
Franz v. Liszt – Werk und Wirkung
»v. Liszt-Schule« – Personen, Institutionen, Gegner
v. Liszt im Kontext zeitgenössischer philosophischer Strömungen
Franz v. Liszt und die Reformbewegung des Strafrechts
Die »Unschädlichmachung der Unverbesserlichen – die v. Liszt-Schule und der Umgang mit gefährlichen Gewohnheitsverbrechern
Franz v. Liszt als Kriminologe und seine Schule
Die v. Liszt-Schule und die Reform des Strafprozessrechts
Die v. Liszt-Schule im totalitären Kontext
Franz v. Liszt und die internationale Strafrechtsreformbewegung
Franz v. Liszt und das Europäische Strafrecht
Personen

Arnd Koch ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Risiko- und Präventionsstrafrecht sowie Juristische Zeitgeschichte an der Universität Augsburg.

Martin Löhnig ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte sowie Kirchenrecht an der Universität Regensburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Polizei-Newsletter — http://polizeinewsletter.de/wordpress/?cat=1 (5/2016) (Holger Plank)
In: Jahrbuch f.d. Gesch. Mittel- u. Ostdeutschlands — 62 (2016), S. 300–302 (Christian Tilitzki)
In: Goltdammer's Archiv für Strafrecht — 2017, 470–472 (Georg Steinberg)