Die Selbstbindung des Erblassers im deutschen und französischen Recht 978-3-16-156624-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Fabian Laurent Schirmer

Die Selbstbindung des Erblassers im deutschen und französischen Recht

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ISBN 978-3-16-156624-0
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Das im französischen Recht auf zwei Säulen ruhende Verbot erbrechtlicher Selbstbindung hat bemerkenswerte Parallelen im BGB. Das gilt sowohl für die restriktiven Vorschriften zum Erbvertrag als auch für § 2301 BGB, der den Grundsatz donner et retenir ne vaut in sich aufgenommen hat.
Ein Odium, heißt es, begleitet die erbrechtliche Bindung, wie sie durch Erbvertrag oder Schenkung von Todes wegen durch den Erblasser selbst hervorgebracht werden kann. Sie gilt sowohl im deutschen als auch im französischen Recht als eine Beschränkung der Testierfreiheit, sodass von Freiheit auch dann gesprochen wird, wenn dem Erblasser verboten ist, eine erbrechtliche Bindung einzugehen. Nicht nur das Verbot der Erbverträge im Code civil, die prohibition des pactes sur succession future, sondern auch die Vorgaben des BGB offenbaren hier ein restriktives Verständnis erbrechtlicher Privatautonomie. Vor diesem Hintergrund wird in beiden Rechtsordnungen große Sorgfalt auf die diffizile Unterscheidung zwischen Vertragsfreiheit auf der einen und Ausübung von Testierfreiheit auf der anderen Seite gelegt, d.h. die Abgrenzung von Rechtsgeschäften unter Lebenden und von Todes wegen.
Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Fachbereichs-Preis des Fachbereichs Rechtswissenschaften für das akademische Jahr 2017/2018 der Philipps-Universität Marburg ausgezeichnet.
Personen

Fabian Laurent Schirmer Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und der Université de Poitiers; seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-Universität Marburg; seit 2016 Rechtsreferendar am Landgericht Marburg; 2018 Promotion in Marburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: ErbR — 2019, 463 (Claus-Henrik Horn)