Die Separierung von Unternehmensteilen in insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren 978-3-16-158203-5 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Jan Frederik C. Holst

Die Separierung von Unternehmensteilen in insolvenzrechtlichen Sanierungsverfahren

Ein deutsch-spanischer Rechtsvergleich

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ISBN 978-3-16-158203-5
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Sanierungsverfahren wandeln sich stetig von schuldenbereinigenden Verfahren zu gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsinstrumenten. Das ESUG öffnet einen neuen translativen Horizont des Insolvenzplanverfahrens. Jan Frederik C. Holst misst Verfahren und Techniken translativer Gestaltungen am spanischen Recht und zeigt auf, wie die im spanischen Recht verankerten Ansätze zur Unternehmensteilkontinuität auch im deutschen Recht zu einer marktkonformen Allokation des Schuldnervermögens beitragen könnten.
Europaweit streben Gesetzgeber danach, ihr sanierungsrechtliches Portefeuille zu modernisieren, um wertvernichtende Unternehmenszerschlagungen abzuwenden. In Abkehr von ihrer exekutorischen Provenienz wandeln sich Sanierungsverfahren stetig von schuldenbereinigenden Verfahren zu gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsinstrumenten. Ganz in diesem Sinne hat der deutsche Gesetzgeber durch Schaffung der neuen Königsnorm des Sanierungsrechts in § 225a Abs. 3 InsO mannigfaltige Gestaltungen in einem Insolvenzplan denkbar werden lassen. Standen dabei bislang vornehmlich unternehmensträgerbezogene Gestaltungen im Vordergrund, wurde der neue translative Horizont des Insolvenzplanverfahrens – die neuen Möglichkeiten einer universalsukzessiven Separierung von Unternehmensteilen durch umwandlungsrechtliche Abspaltung und Ausgliederung – in der bisherigen Betrachtung weitgehend vernachlässigt. Jan Frederik C. Holst misst Verfahren und Techniken translativer Gestaltungen und die dadurch neu provozierten Gesellschafter-Gläubiger-Konflikte am spanischen Recht. Dabei zeigt er auf, wie die im spanischen Recht verankerten Ansätze zur Unternehmensteilkontinuität auch im deutschen Recht zu einer marktkonformen Allokation des Schuldnervermögens beitragen könnten.
Personen

Jan Frederik C. Holst Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Universidad Carlos III de Madrid, The University of Sheffield und Hanse Law School; 2010 Bachelor of Laws (LL.B.); 2013 Erstes Staatsexamen OLG Hamm; Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg mit Station in Barcelona; 2016 Zweites Staatsexamen; 2019 Promotion (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg); seit 2018 Rechtsanwalt in einer internationalen Sozietät in Hamburg.

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