Dogmatik als Fundament für Forschung und Lehre 978-3-16-159444-1 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Dogmatik als Fundament für Forschung und Lehre

Festschrift für Herbert Roth zum 70. Geburtstag
Herausgegeben von Christoph Althammer und Christoph Schärtl

2021. XIV, 1166 Seiten.
199,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-159444-1
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Die vorliegende Festschrift ehrt Herbert Roth als einen herausragenden Zivilrechts- und Zivilprozessrechtslehrer unserer Zeit. Der Jubilar hat in seinem umfangreichen Œuvrewichtige Impulse zur dogmatischen Fortentwicklung nicht nur des materiellen Rechts, sondern auch des deutschen und internationalen Verfahrensrechts gesetzt.
Die vorliegende Festschrift zum 70. Geburtstag von Herbert Roth ehrt einen herausragenden Zivilrechts- und Zivilprozessrechtslehrer unserer Zeit. Der Jubilar hat in seinem umfangreichen Œuvre wichtige Impulse zur dogmatischen Fortentwicklung nicht nur des materiellen Rechts, sondern auch des deutschen und internationalen Verfahrensrechts gesetzt. Kennzeichen seiner Forschung sind dabei sowohl eine tiefgründige, am gesetzlichen Normenbestand orientierte Problemanalyse als auch der klare, kritische Blick auf die rechtspraktische Entwicklung. Dabei reichen seine Arbeiten vom Allgemeinen Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches über das Schuld- und Sachenrecht bis hin zu den vielfältigsten Facetten des deutschen, europäischen und internationalen Verfahrensrechts sowie der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Die ihm gewidmeten Beiträge greifen die beeindruckende Schaffensbreite Herbert Roths auf und geben einen Anstoß zur weiteren dogmatischen Vertiefung zentraler Kernfragen des deutschen sowie des internationalen Zivil- und Zivilverfahrensrechts.
Inhaltsübersicht
I. Materielles Zivilrecht und Methodik
Georg E. Kodek: Die einredeweise Geltendmachung von Gewährleistungsrechten – zugleich ein Beitrag zur Einredelehre des ABGB – Bernd Müller-Christmann: Überlegungen zum Normzweck der Erbunwürdigkeitsregelungen im BGB – Eduard Picker: Leistungsstörungsrecht und Privatrechtssystem – Franz Schnauder: Schuldrechtliche Grundlagen von Hypothek und Grundschuld. Die Entwicklung des Grundkredits vom Partikularrecht zum BGB – Madeleine Tolani: Der nachbarrechtliche Ausgleichsanspruch gemäß § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB analog als Wunderwaffe – eine kritische Würdigung – Peter A. Windel: Abstraktheit der Bevollmächtigung und Typisierung der Vollmacht – Markus Würdinger: Ähnlichkeiten im juristischen Denken und Arbeiten

II. Zivilprozessuales Erkenntnisverfahren
Ekkehard Becker-Eberhard: Die (nur beschränkte) Regulierungswirkung der besonderen Prozessvoraussetzungen der Feststellungsklage – Christian Berger: Zur Bindung des Rechtsnachfolgers an einen vom Veräußerer im Rahmen des § 265 Abs. 2 Satz 1 ZPO geschlossenen Prozessvergleich – Ulrich Foerste: Rechtsschutz bei Begründungsdefiziten unanfechtbarer zivilgerichtlicher Entscheidungen – Hans Friedhelm Gaul: Die heutige Rechtskraftlehre im Stadium der Überwindung der in die Kodifikation eingeflossenen privatrechtlichen Tendenzen – Reinhard Greger: Die unvollendete Zivilprozessreform – Michael Heese: Veröffentlichung gerichtlicher Entscheidungen im Zeitalter der Digitalisierung. Entwicklungsstand und Entwicklungsdefizite einer Funktionsbedingung des modernen Rechtsstaats – Jan von Hein: Die Verschwiegenheitspflicht der BaFin als Grenze der Beweiserhebung in Kapitalanlegerschutzprozessen – Burkhard Hess: Justiz und Kommunikation – zur veränderten Wahrnehmung der Ziviljustiz in Staat und Gesellschaft – Matthias Jacobs/Charlotte Schindler: Arbeitsrechtliche Ausschlussfristen und § 167 ZPO – Masanori Kawano: Dispositionsmaxime als ein wertbezogenes Fundament des Zivilprozessverfahrens – Christoph A. Kern: Zum Verbraucherbegriff im Zivilprozess – Dieter Leipold: Die Feststellungsziele des Kapitalanleger-Musterverfahrens und der Musterfeststellungsklage – Volker Lipp: Prozessfähigkeit und Menschenrechte – zur Diskussion um § 53 ZPO – Joachim Münch: Die Privatisierung der Ziviljustiz – eine etwas andere SWOT-Analyse der Rechtsdurchsetzung – Georgios Orfanidis: Die Einwirkung des außergerichtlichen Vergleichs auf den schwebenden Prozess – Nicola Preuß: Prozessrechtliche Sonderwege im Offenlegungsrecht des GWB – ein Modell für das Zivilprozessrecht? – Hanns Prütting: Schadensersatz bei prorogationswidriger Klage – Haimo Schack: Rechtskrafterstreckung auf den Einzelrechtsnachfolger nach §§ 265 Abs. 2, 325 ZPO? – Eberhard Schilken: Zur Bindung des Rechtsnachfolgers an einen vom Rechtsvorgänger geschlossenen Prozessvergleich – Andreas Spickhoff: Richterliche Hinweispflichten: Gründe und Grenzen – Astrid Stadler: Kompensation ohne Schaden? – zugleich ein Beitrag zur Schadensschätzung nach § 287 ZPO – M. Kamil Yildirim: Die historische Entwicklung der richterlichen Beweiswürdigung

III. Einzel- und Gesamtvollstreckungsrecht
Hans-Jürgen Ahrens: Beseitigungsvollstreckung nach § 890 ZPO – Moritz Brinkmann: Die rückblickende Feststellung der Zahlungsunfähigkeit als Problem des Beweisrechts – Christoph Schärtl: Nachrangdarlehen – Dogmatische und rechtspraktische Folgen eines (qualifizierten) Rangrücktritts – Christoph Thole: »Materialisierung« der Vollstreckungsabwehrklage und der Präklusion des § 767 Abs. 2 ZPO? Zu jüngeren Tendenzen einer materiellrechtlichen Deutung prozessrechtlicher Institute – Wolf-Dietrich Walker: Schutz von sonstigen Einkünften des Schuldners vor dem Vollstreckungszugriff seiner Gläubiger

IV. Europäisches und internationales Zivilverfahrensrecht
Christoph Althammer: Die Teilnahme ausländischer (insbesondere österreichischer) Forderungsinhaber an deutschen Musterfeststellungsklagen aus der Sicht des europäischen Zivilprozessrechts – Reinhard Bork: Die internationale Zuständigkeit für Tabellenfeststellungsklagen – Peter Gottwald: Sanktionen bei Verstoß gegen eine Gerichtsstandsvereinbarung – Masaaki Haga: Parteiautonomie der internationalen Zuständigkeit für Ehesachen in Japan – Wolfgang Hau: Anerkennungsrechtliches Günstigkeitsprinzip und Anerkennungsverbote in Zivil- und Handelssachen – Abbo Junker: Die Dogmatik der Aufenthaltszuständigkeit nach der Europäischen Erbrechtsverordnung – Bernhard König: Streitverkündigung im Drittstaat und Wirkungserstreckung im Mitgliedstaat – am Beispiel Liechtenstein/Österreich – Heinz-Peter Mansel: Staatsangehörigkeitserwerb infolge Vertrauensschutzes und Beweiswirkung des Staatsangehörigkeitsausweises – Caroline Meller-Hannich: Vorläufige Vollstreckbarkeit und Sicherungsvollstreckung bei der Europäischen Titelfreizügigkeit – Walter H. Rechberger: Zur »discovery light« im Europäischen Zivilprozess – Dimitrios Tsikrikas: Gedanken über die Beachtung einer anderweitigen Rechtshängigkeit im europäischen Rechtsraum – insbesondere bei parallel laufenden Verfahren in Mitglied- und Drittstaaten – Matthias Weller: Die Kontrolle der internationalen Zuständigkeit im Haager Anerkennungs- und Vollstreckungsübereinkommen 2019

V. Ausländisches Prozessrecht, Prozessrechtsvergleichung und -vereinheitlichung
Alexander Bruns: Materielle Prozessleitung im Rechtsvergleich – Remo Caponi: Procedural Law and Global Governance: Account of a Research Project and its Political Motives – Masahisa Deguchi: Sachaufklärung und effektiver Rechtsschutz in der Zwangsvollstreckung – Nevhis Deren-Yildrim: Fordert die Waffengleichheit die legale Beweistheorie heraus? – Frédérique Ferrand: Die französische Berufung in Zivilsachen – eine sehr gemischte Bilanz der jüngeren Reformen – Yasunori Honma: The Role of Experts in Japanese Civil Adjudication Proceedings – Christian Katzenmeier/Tobias Voigt: Das Beweisrecht der Produkthaftung unter europäischem Einfluss – Nikolaos Klamaris: Die Wiederaufnahme des Verfahrens (auch im Hinblick einer partiellen Verfahrensvergleichung) am Beispiel der griechischen Zivilprozessordnung. Eine in der europäischen Prozesskultur wurzelnde und in europäisch-nationalen Gesetzen kodifizierte prozessuale Institution – Hiroyuki Matsumoto: Zur Praxis der Berufungsinstanz im japanischen Zivilprozess – Takehiko Mikami: Die Einführung der Informationstechnologie in das japanische Zivilprozessverfahren und ihre Probleme – Hakan Pekcanıtez/Bahar Tuna Kurtoğlu: Die Schiedsfähigkeit nach dem türkischen Zivilprozessrecht – Rolf Stürner: Voraussetzungen einer Tatsachenerhebung im Zivilprozess in Rechtsgeschichte und Rechtsvergleichung – Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler/Dario Ammann: Die Beiladung zur Wahrung des rechtlichen Gehörs Drittbetroffener nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) – Pelaya Yessiou-Faltsi: Das Verhältnismäßigkeitsprinzip in der Zwangsvollstreckung – Berührungspunkte der deutschen und griechischen Rechtsprechung

VI. Rechtsdienstleistung und anwaltliches Berufsrecht
Wolfgang Lüke: Rechtsdurchsetzung durch Rechtsverfolgungsgesellschaft – Ekkehard Schumann: Der Of Counsel im deutschen Anwaltsrecht
Personen

Christoph Althammer ist Professor für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Verfahrensrecht, Internationales Privatrecht sowie außergerichtliche Streitbeilegung an der Universität Regensburg.

Christoph Schärtl ist Professor für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht sowie Deutsches und Internationales Zivilverfahrensrecht an der SRH Hochschule Heidelberg; Prodekan für Forschung der Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften und Senator, ebenda.

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