Ferdinand Christoph Harpprecht (1650–1714) 978-3-16-150400-6 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Gabriele Nieder

Ferdinand Christoph Harpprecht (1650–1714)

Tübinger Rechtsprofessor und Württembergischer Rat für Mömpelgarder Angelegenheiten zur Zeit der französischen Reunionen

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Leinen
ISBN 978-3-16-150400-6
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Ausgehend von Harpprechts Aufstieg zum prominentesten Tübinger Rechtsprofessor seiner Zeit, untersucht Gabriele Nieder die Entwicklung der juristischen Lehre an der Eberhard Karls Universität zwischen 1670 und 1714. Zahlreiche neu ausgewertete Quellen belegen Harpprechts Schlüsselrolle als herzoglicher Rat in der Reunionsauseinandersetzung des Hauses Württemberg mit Ludwig XIV. um seine linksrheinische Grafschaft Mömpelgard.
Ferdinand Christoph Harpprecht, prominentester Tübinger Rechtsprofessor seiner Zeit und bedeutender württembergischer »Staatsdiener«, ist Mittelpunkt dieser Untersuchung, die die Biographie in den Kontext der jeweiligen wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse stellt. Ausgehend von Harpprechts Werdegang als Jurist analysiert Gabriele Nieder den Lehrbetrieb an der Eberhard Karls Universität. Sie geht dabei u.a. der Frage nach, weshalb dieser trotz des großen persönlichen Renommees Harpprechts als Konsilienautor und Rechtslehrer, ab 1700 zusehends an Ansehen einbüßt. Die Autorin untersucht darüber hinaus die Reunionsauseinandersetzung zwischen dem Haus Württemberg und Ludwig XIV., der das linksrheinische württembergische Mömpelgard und seine Nebenlande zu vereinnahmen suchte. In den überaus komplexen staats- und lehnsrechtlichen Fragen kommt Harpprecht als herzoglichem Berater und württembergischen Repräsentanten in Frankreich eine Schlüsselrolle zu.
Personen

Gabriele Nieder Geboren 1970, Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg und Tübingen, 2010 Promotion; seit 1999 Rechtsanwältin in eigener Kanzlei.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschrift d.Savigny-Stiftung G — 2012, 606–607 (Gunter Wesener)
In: Zeitschr.f.Württ.Landesgeschichte — 71 (2012), S. 581–582 (Joachim Brüser)