Festschrift für Jan Schröder zum 70. Geburtstag 978-3-16-152658-9 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Festschrift für Jan Schröder zum 70. Geburtstag

am 28. Mai 2013
Hrsg. v. Arndt Kiehnle, Bernd Mertens u. Gottfried Schiemann

2013. X, 810 Seiten.
159,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-152658-9
lieferbar
Die Festschrift für Jan Schröder ehrt einen international herausragenden Rechtshistoriker unserer Zeit. Sie versammelt 40 Beiträge in- und ausländischer Autoren zur Methodengeschichte des Rechts, zur juristischen Wissenschafts- und Dogmengeschichte und zur Vielfalt der neuzeitlichen Rechtsgeschichte.
Mit der Festschrift für Jan Schröder ehren Freunde, Schüler und Kollegen aus dem In- und Ausland anlässlich seines 70. Geburtstages einen der international herausragenden Rechtshistoriker unserer Zeit, langjährigen Ordinarius für Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht an der Universität Tübingen und Leiter der dortigen Forschungsstelle für Geschichte der Rechtswissenschaft. Die 40 Beiträge spiegeln in drei Abteilungen die Forschungsschwerpunkte des Jubilars wider: die Methodengeschichte des Rechts, die juristische Wissenschafts- und Dogmengeschichte und die Vielfalt der neuzeitlichen Rechtsgeschichte.
Inhaltsübersicht
A. Methodengeschichte
Christian Baldus: Verfahren, Wahnsinn und Methode. Modestin D. 27,8,27pr. und die politische Methodengeschichte der Jurisprudenz – Thomas Finkenauer: Die Redaktion des zweiten Entwurfs eines BGB und die historische Auslegung – Christian Hattenhauer: Ad totius iuris cognitionem. Zum Systemverständnis bei Hugo Donellus – Hans Hattenhauer: Zur Rezeption der Lehre von der authentischen Interpretation – Peter Landau: Kritische Bemerkungen zu Thomas Simons Bestreitung der gesetzespositivistischen Umwälzung des hohen Mittelalters – Bernd Mertens: Die Fürstbischöfe von Bamberg als aufklärerisch-absolutistische Gesetzgeber – Karin Nehlsen-von Stryk: »Consuetudo quando dicatur rationabilis«. Zur Rationabilität der Gewohnheit in den Observationen des Andreas Gaill – Marie Sandström: Friedrich Carl von Savigny und die »juristische« rechtswissenschaftliche Methode – Andreas Thier: Ius canonicum positivum, demonstratio und Vernunftrecht: Wandlungen in der Ordnung des kirchlichen Rechtswissens im Zeitalter der Aufklärung – Jan Thiessen: Gute Sitten und »gesundes Volksempfinden«. Vor-, Miss- und Nachklänge in und um RGZ 150, 1 – Stefan Vogenauer: Zivilprozessuale Folgen subjektiver und objektiver Interpretationslehren: Das Reichsgericht und die Revisibilität der Auslegung von Willenserklärungen

B. Wissenschafts- und Dogmengeschichte
Wilhelm Brauneder: Eine Pfandherrschaft Kaiser Maximilians I. im 20. Jahrhundert – Gerhard Dilcher: Otto von Gierkes soziales Genossenschaftsdenken und die NS-Rechtsideologie – eine Kontinuität? – Ulrich Eisenhardt: Sittenwidrigkeit und Wucher. Zur Entstehungsgeschichte des § 138 BGB – Wolfgang Ernst: Abstimmen nach den Gründen oder nach dem Endresultat. Eine Prozessrechtskontroverse im 19. Jahrhundert – Wolfgang Forster: Die Person und ihr Ansehen – acceptio personae bei Domingo de Soto – Hans-Peter Haferkamp: Reformbestrebungen innerhalb der Historischen Schule: Das Rheinische Museum für Jurisprudenz – Masasuke Ishibe: Die Naturrechtslehre im Preußen der Restaurationszeit – Bernd-Rüdiger Kern: Die Königsberger Historische Rechtsschule – Arndt Kiehnle: Der gutgläubige Erwerb im württembergischen Mobiliarsachenrecht des 19. Jahrhunderts – Diethelm Klippel: Die Allgemeine Staatslehre um 1800 – Heiner Lück: Zwischen modus legendi und modus vivendi. Ein Beitrag zur Geschichte des Rechtsunterrichts an der Universität Wittenberg im Reformationsjahrhundert – Knut Wolfgang Nörr: Henry Vizioz und René Morel: zwei Erneuerer der französischen Zivilprozessrechtswissenschaft – Gerhard Otte: Ungleichheit durch Gleichheit. Zur Einführung des BGB-Pflichtteilsrechts in der ehemaligen DDR – Claes Peterson: Daniel Boëthius und das Kantsche Dilemma. Zur Frage der Entwicklung des juristischen Wissenschaftsbegriffes – Eduard Picker: Die insolvenzrechtliche Aussonderung aufgrund obligatorischer Rechte oder: Vom Sinn geschichtlicher Rechtswissenschaft – Karl Otto Scherner: Rechtswissenschaft als Orientierung in unbekanntem Gelände – Gottfried Schiemann: Doppelverwandtschaft nach Adoption. Über gesetzliche Fiktionen und ihre Grenzen im Familienrecht – Mathias Schmoeckel: Zum Ende konfessioneller Prägungen. Franz Schmier, Karl Anton v. Martini und die Pufendorf-Rezeption in Österreich

C. Vielfalt der neuzeitlichen Rechtsgeschichte
Daniel Damler: Harmonie und Melodie im Staatsdenken der Neuzeit – Franz Dorn: Von Hofkomödianten, Privilegien, ehelicher Vormundschaft und einem unwillkommenen Vergleich. Friederike Caroline Neubers Kampf um »ihr« Theater im Fleischhaus zu Leipzig – Martin Heckel: Von Luthers Reformation zum ius reformandi des Reichskirchenrechts. Rechtliche Perspektiven der Adelsschrift Luthers 1520 – Heinz Holzhauer: Der »Beidler-Prozess« des Jahres 1914. Isolde Beidler gegen ihre Mutter Cosima Wagner wegen ihrer Anerkennung als Tochter Richard Wagners – Gerd Kleinheyer: Ein Reichshofratsprozess an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert – Adolf Laufs: Das Jüngste Gericht in der Rechtsgeschichte – Louis Pahlow: Internationales Kartellrecht und europäische Wirtschaftspolitik in der Zwischenkriegszeit – Clausdieter Schott: »Erubescimus sine lege loqui« – ein Juristensprichwort – Werner Schubert: »Die Weisungsfreiheit bei der Richterarbeit« (1941). Ein Referat von Wilhelm Schwister (Präsident des OLG Düsseldorf von 1933–1943) für das Reichsjustizministerium – Michael Stolleis: Blaise Pascal. Gedanken zur Ungewissheit des Rechts – Dietmar Willoweit: Der »neue Naturalismus« und das Recht
Personen

Arndt Kiehnle Geboren 1973; seit 2011 Privatdozent für Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte, Handelsrecht und Rechtsvergleichung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Bernd Mertens Geboren 1967; Studium der Rechtswissenschaft, Philosophie und Geschichte; 1995 Promotion; 2003 Habilitation; seit 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Gottfried Schiemann Geboren 1943; ordentlicher Professor i. R. für Bürgerliches Recht, Europäische Rechtsgeschichte und Versicherungsrecht; nach Hochschullehrertätigkeit seit 1979 in Hannover, Bielefeld und Erlangen, 1993–2011 in Tübingen.

Jan Schröder Geboren 1943; Professor i.R. für Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht an der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. integrativer europ. RechtsG (ZIER) — www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-03–2013-Inhaltsverzeichnis.htm (10/2013) (Gerhard Köbler)
In: Zeitschr. f. Neuere RechtsG — 2016, 114–115 (Sebastian Lohsse)