Gebrochene Normalität 978-3-16-150885-1 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Michael Demel

Gebrochene Normalität

Die staatskirchenrechtliche Stellung der jüdischen Gemeinden in Deutschland

2011. XIX, 364 Seiten.

Jus Ecclesiasticum 97

89,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-150885-1
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Die jüdischen Gemeinden nehmen im deutschen Staatskirchenrecht gegenüber anderen »kleinen Religionsgemeinschaften« eine herausgehobene Stellung ein. Michael Demel untersucht die historische Entstehung und gegenwärtige Ausgestaltung dieser Sonderstellung und fragt nach den Wirkungen der Schoa im geltenden Recht.
Die jüdischen Gemeinden nehmen im deutschen Staatskirchenrecht eine Sonderstellung ein. Obwohl sie gemessen an ihren Mitgliederzahlen zu den »kleinen Religionsgemeinschaften« zählen, haben sie etwa in Bezug auf den Abschluß von Staatskirchenverträgen und die Berücksichtigung in öffentlichen Gremien eine ähnlich hervorgehobene Position wie die beiden christlichen Großkirchen. Die historische Entwicklung dieser Stellung als »dritte Konfession« und ihre gegenwärtige Ausgestaltung sind Gegenstand der vorliegenden Studie. Rechtshistorische, rechtstheoretische und rechtsdogmatische Betrachtungen werden dabei von einer eingehenden Analyse der Rechtspraxis insbesondere im Hinblick auf die Staatsverträge mit den jüdischen Gemeinden und ihren Organisationen gestützt. Ein besonderes Augenmerk legt Michael Demel auf das Selbstverständnis der jüdischen Gemeinden und die Frage nach den Wirkungen der Schoa im geltenden Recht.
Personen

Michael Demel Geboren 1973; Studium der Rechtswissenschaft sowie der Politikwissenschaft und Neueren Geschichte in Gießen; 2010 Promotion; Richter am Amtsgericht Frankfurt a.M.; derzeit abgeordnet an die Hessische Landesvertretung Berlin als Leiter des Referats Finanzen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f. Öffentliches Recht — 2012, 337–342 (Peter Berger)
In: Fachbuchjournal — 2013, Heft 2, 20–21 (Michael Droege)
In: Kirche und Recht — 2013, 154–155 (Danielle Gaukel)
In: Sächsische Verwaltungsblätter — 2015, 99–100 (Helmut Goerlich)