Gesamthand und juristische Person 978-3-16-157652-2 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Andreas Dieckmann

Gesamthand und juristische Person

2019. XXV, 667 Seiten.

Jus Privatum 239

134,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-157652-2
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Der Mensch ist darauf angelegt, Gemeinschaften zu bilden. Gesamthand und juristische Person sind die Denkfiguren, damit Menschen, obschon sie real Viele sind, im Recht als eine Einheit auftreten können. Doch wie kann etwas Vielheit und Einheit zugleich zu sein?
Neben der juristischen Person verleiht allein die Figur der Gesamthand Menschen die Fähigkeit, im Rechtsverkehr als Gemeinschaft aufzutreten. Die herrschende Meinung sieht in der Gesamthand als »Gruppe« ein Rechtssubjekt, das aber keine juristische Person sein soll. Diese Gruppenlehre führt sich selbst auf Gierkes deutsch-rechtliche Gesamthandslehre im 19. Jahrhundert, am Vorabend des BGB, zurück. Dieser dogmengeschichtliche Ansatz trifft zwar als solcher zu, nicht aber die Schlussfolgerung daraus. Für Gierke war die Gesamthand gerade kein Rechtssubjekt, sondern bloß ein Rechtsverhältnis. Andreas Dieckmann rekonstruiert daher erneut umfassend Gierkes Gesamthandslehre. Dabei bilden Gesamthand und juristische Person als Notwendigkeit den doppelten Gegenstand der Untersuchung, da Gierke seine germanistische Gesamthandsfigur in Auseinandersetzung mit Savignys romanistischer Rechtsfigur der juristischen Person entwickelt hat.
Personen

Andreas Dieckmann Geboren 1977; Studium der Rechtswissenschaft in Hannover; 2007 Promotion; wissenschaftlicher Mitarbeiter und Akademischer Rat a.Z. an der Leibniz Universität Hannover; seit 2017 Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Hannover und Lüneburg; 2019 Habilitation; derzeit Lehrstuhlvertreter an der Universität Bremen.

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