Gewinn als Umbruch der Ordnung? 978-3-16-156852-7 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Gero Fuchs

Gewinn als Umbruch der Ordnung?

Der Fall des Siegburger Töpfers Peter Knütgen im 16. Jahrhundert

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-156852-7
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Gero Fuchs beleuchtet den Streit zwischen dem Siegburger Töpfer Peter Knütgen und seiner Zunft über erlaubtes Wirtschaftshandeln im 16. Jahrhundert. Er zeichnet dabei gemeinnützige Ordnungsanforderungen nach und untersucht, warum es Knütgen verwehrt war, seine kunstvoll verzierten Waren gewinnbringend zu verkaufen.
Der Siegburger Töpfer Peter Knütgen sah sich um das Jahr 1560 dem Vorwurf seiner Zunft ausgesetzt, durch eigenständige Verkaufstätigkeiten große Gewinne erzielt zu haben, womit er gegen die gemeinnützige Wirtschaftsausrichtung verstoßen habe. Sie klagte ihn deswegen beim Stadtherrn, dem Abt zu Siegburg, an, der Knütgens Geschäftsgebaren untersagte. Dessen ungeachtet, setzte Knütgen seine Geschäftstätigkeiten weiter fort, bis er schließlich vom Schöffengericht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde. Gero Fuchs geht der Frage nach, warum dem geschäftstüchtigen Knütgen die Gewinnerzielung durch eigenständigen Verkauf untersagt wurde und betrachtet hierzu wirtschaftliche, politische und religiöse Ordnungsanforderungen, denen die Gewinnerzielung anscheinend entgegenstand. Zudem untersucht er, welche Bedeutung die Aufrechterhaltung der Ordnung für die Herrschaft des Siegburger Stadtherrn hatte.
Personen

Gero Fuchs Geboren 1987; Studium der Rechts- und Geschichtswissenschaft an der Universität Bonn; 2013 Erstes juristisches Staatsexamen; 2015 Bachelor of Arts; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte der Universität Bonn; Rechtsreferendariat am OLG Köln; 2018 Promotion und Zweites juristisches Staatsexamen; Akademischer Rat auf Zeit am Institut für Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte der Universität Bonn.

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