Gleichnisse und Parabeln in der frühchristlichen Literatur 978-3-16-160155-2 - Mohr Siebeck
Theologie

Gleichnisse und Parabeln in der frühchristlichen Literatur

Methodische Konzepte, religionshistorische Kontexte, theologische Deutungen
Herausgegeben von Jens Schröter, Konrad Schwarz und Soham Al-Suadi

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ISBN 978-3-16-160155-2
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Der vorliegende Band widmet sich den Gleichnissen und Parabeln im Kontext der Literaturgeschichte des frühen Christentums. Neben der Gleichnisverkündigung Jesu in den neutestamentlichen Evangelien wird auch die Verwendung parabolischer Gattungen in der israelitisch-jüdischen Literatur, der griechisch-römischen Philosophie sowie den frühchristlichen Schriften außerhalb des Neuen Testaments berücksichtigt.
Der vorliegende Band widmet sich den Gleichnissen und Parabeln in der Literaturgeschichte des frühen Christentums. Der bisherige Forschungsdiskurs, der sich vorwiegend auf die Gleichnisverkündigung Jesu konzentrierte, wird darin in mehrfacher Hinsicht erweitert. In einem einführenden Teil werden parabolische Gattungen in der frühjüdischen und der griechisch-römischen Literatur als Entstehungskontext der frühchristlichen Schriften beleuchtet. Anschließend werden Texte in den Blick genommen, in denen Gleichnisse und verwandte bildhafte Redeformen als Jesusüberlieferung präsentiert werden (etwa in den Evangelien) oder in anderer Weise eine zentrale Rolle für die literarische Konzeption einer Schrift spielen, wie etwa im Hirt des Hermas. Weitere Beiträge wenden sich der frühen Rezeption der Gleichnisverkündigung Jesu bei christlichen Autoren des 2. und 3. Jahrhunderts zu.
Inhaltsübersicht
Jens Schröter/Konrad Schwarz: Einleitung

Teil I: Kontexte: Verwendung und Auslegung von parabolischen Gattungen in hellenistisch-römischer Zeit
Michael Erler: Gleichnis im Kontext Antike Reflexionen über das Gleichnis in Philosophie und Rhetorik – Ralph Brucker: Zur Verwendung von παραβολή in der Septuaginta – Jan Dochhorn: Wird etwa ein Haus sich vor seinem Erbauer verstecken (Apc Mos 23,1)? Über Sinn und Hintergründe eines frühjüdischen Bildworts – Friederike Oertelt: »Die Welt der Ideen gleicht …« . Parabolische Texte bei Philo von Alexandria – Günter Stemberger: Verwendung und Auslegung von Gleichnissen bei den frühen Rabbinen

Teil II: Gleichnisse, Parabeln und verwandte Gattungen in der frühchristlichen Literatur
Ruben Zimmermann: Form und Funktion der Frageparabeln des erinnerten Jesus – Christian Münch: Der erzählte Erzähler. Jesu Gleichnisse in den synoptischen Evangelien – Friederike Kunath: Paroimische Rede im Johannesevangelium. Beobachtungen an der Grenze – Soham Al-Suadi: Die Analogie als bildhafte Rede bei Paulus – Marianne Bjelland Kartzow: παραβολή and Parabolic Language in the Shepherd of Hermas – Katharina Greschat: Die Verwendung des Begriffs παραβολή und die Interpretation von Gleichnissen bei Justin – Konrad Schwarz: »Das Königreich des Vaters gleicht …« Jesu Gleichnisse und Parabeln im Thomasevangelium – Silke Petersen: Esel, Glasgefäße und pneumatische Schwangerschaften. Erkundungen bildlicher Sprache im Philippusevangelium – Judith Hartenstein: Parabeln und der Begriff παραβολή im apokryphen Jakobusbrief (EpJac NHC I,2). Neue Lehre und die Deutung vorliegender Evangelien – Dieter T. Roth: Irenaeus and Tertullian on Parables – Christian Hengstermann: Symbole göttlicher Güte. Gleichnishermeneutik in Theorie und Praxis bei Klemens und Origenes von Alexandria

Teil III: Literaturwissenschaftliche Perspektiven
Rüdiger Zymner: Parabolische Gattungen in literaturwissenschaftlicher Perspektive
Personen

Jens Schröter Geboren 1961; 1982–89 Studium der Ev. Theologie in Jena, Heidelberg und Berlin; 1992 Promotion; 1996 Habilitation; Professuren in Erfurt (1997–98), Hamburg (1998–03) und Leipzig (2003–09); seit 2009 Professor für Exegese und Theologie des Neuen Testamentes sowie die antiken christlichen Apokryphen an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin; Gastprofessuren u.a. in Houston, Jerusalem und Oslo.
https://orcid.org/0000-0001-7878-2709

Konrad Schwarz Geboren 1983; 2003–11 Studium der Ev. Theologie in Berlin und Pietermaritzburg (Südafrika); 2011 Erstes Theologisches Examen; seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin; 2018 Promotion.

Soham Al-Suadi Geboren 1980; 2003–08 Studium der Ev. Theologie in Berlin, Neuendettelsau und Basel; 2010 Promotion; 2015 Habilitation; seit 2017 Professorin für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock.

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