Gott denken – ohne Metaphysik? 978-3-16-152002-0 - Mohr Siebeck
Theologie

Gott denken – ohne Metaphysik?

Zu einer aktuellen Kontroverse in Theologie und Philosophie
Hrsg. v. Ingolf U. Dalferth u. Andreas Hunziker

2014. XXII, 219 Seiten.

Religion in Philosophy and Theology 75

64,00 €
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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-152002-0
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Bedeutet das Ende der Metaphysik die Auflösung des Gottesgedankens? Oder ist dieses Ende umgekehrt der Ort, wo tatsächlich Gott und nicht bloß ein Surrogat Gottes zur Sprache gebracht werden könnte? Muss schlechte Metaphysik durch bessere ersetzt werden oder geht es darum, auf sie überhaupt zu verzichten? Was hieße es dann, Gott nichtmetaphysisch oder metaphysikkritisch zu denken?
Die Metaphysik ist in weiten Kreisen der Philosophie und Theologie wieder salonfähig. Ob aber tatsächlich erledigt ist, was unter dem »Ende der Metaphysik« zu denken versucht wurde, wird gegenwärtig höchst kontrovers diskutiert: Schon was unter »Metaphysik« und »Metaphysikkritik« verstanden wird, ist umstritten. Erst recht aber scheiden sich die Geister an der Frage, ob das Ende der Metaphysik auch die Auflösung des Gottesgedankens bedeutet: Ist es wahr, dass Metaphysik treibt, wer Gott denkt? Geht es darum, schlechte Metaphysik durch bessere zu ersetzen oder ist das Setzen auf Metaphysik insgesamt als Irrweg des Denkens Gottes zurückzuweisen? Zu wenig wird bedacht, dass das Denken Gottes selbst Quelle und Kritik metaphysischen Denkens sein kann. Gerade deshalb ist zu klären, was es heisst, Gott nichtmetaphysisch oder metaphysikkritisch zu denken.
Inhaltsübersicht
Ingolf U. Dalferth/A. Hunziker: Einleitung I. Metaphysik(kritik) in philosophisch-theologischer Perspektive Hermann Deuser: »... das ganze Universum des Seienden...« – Über alte und neue Metaphysik im Blick auf die Theologie – Ulrich H.J. Körtner: Hermeneutische Theologie zwischen Mythos und Metaphysik – Philipp Stoellger: Metaphysik des Anderen und das Andere der Metaphysik – Andreas Hunziker: Der Andere als Ende der Metaphysik – Douglas Hedley: Between icons and idols: imagining Divine Unity II. Metaphysik(kritik) in religionsphilosophischer Perspektive Costantino Esposito: Über den möglichen Unterschied zwischen dem Gott der Ontologie und dem Gott der Metaphysik – Hans Julius Schneider: Artikulationen, Propositionen und die Frage nach der Metaphysik – Jeffrey L. Kosky: Metaphysical Certainty and Confessing Desire for the Blessed Life: The Evidence of Self in Jean-Luc Marion's Reading of St. Augustine – Arne Grøn: Paradox des Denkens – Paradoxes Denken
Personen

Ingolf U. Dalferth Geboren 1948; 1977 Promotion; 1982 Habilitation; Professor Emeritus für Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie an der Universität Zürich; Danforth Professor Emeritus für Religionsphilosophie an der Claremont Graduate University in Kalifornien.

Andreas Hunziker Geboren 1968; Privatdozent für Systematische Theologie an der Universität Zürich und Pfarrer in Suhr, Schweiz.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Revue Théologique de Louvain — 48 (2017), S. 111–112 (Gilbert Gérard)
In: Dialogo Filosofico — 30 (2014), S. 544–545
In: Folia Petropolitana — 2014, Heft 2, S. 241–242 (Xoce M. Berac)
In: Fachbuchkritik.de — http://www.fachbuchkritik.de/html/gott_denken_-_ohne_metaphysik.html (03/2014)
In: Concilium — 2014, Heft 2, S. 190
In: Die Tagespost — 9. April 2016, S. 12 (Christoph Böhr)
In: Theologische Revue — 112 (2016), S. 139–140 (Malte Dominik Krüger)