Griechische Christen – Christliche Griechen 978-3-16-158661-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Jutta Tloka

Griechische Christen – Christliche Griechen

Plausibilisierungsstrategien des antiken Christentums bei Origenes und Johannes Chrysostomos

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ISBN 978-3-16-158661-3
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Origenes (ca. 185–254) und Johannes Chrysostomos (ca. 349–407) setzten sich mit den Herausforderungen der intellektuell-ethischen und gesellschaftlichen Bedeutung des antiken Bildungsideals für das Christentum auseinander. Jutta Tloka zeigt exemplarisch sowohl die christliche Neudefinition von Bildung als auch die christlich motivierte Veränderung gesellschaftlicher Strukturen auf.
Jutta Tloka untersucht den Umgang des antiken Christentums mit dem wichtigsten Aspekt antiken Selbstverständnisses: dem antiken Bildungsideal, paideia, mit seiner intellektuellen und gesellschaftlichen Funktion und Deutungshoheit. Anhand von Origenes und Johannes Chrysostomos, zwei griechischen Theologen, von denen der erste vor, der zweite nach der Konstantinischen Wende wirkte, zeigt die Autorin, inwieweit die Auseinandersetzung mit der paideia der intellektuellen und sozialen Plausibilisierung des Christentums diente. Origenes suchte den Dialog mit der Philosophie, um die Wahrheit des Christentums zu begründen und seine ethisch-intellektuelle Bedeutung zu erweisen. Zugleich reflektierte er über kirchliche Strukturen zur Sicherstellung seines Ideals der gnosis. Chrysostomos dagegen begab sich in ein rhetorisches Duell, das nicht nur der Mission, sondern auch einer christlichen Neustrukturierung der polis und damit dem Nachweis gesellschaftlicher Relevanz sowie der Ermöglichung eines christlichen Alltags dienen sollte. Die Autorin macht deutlich, wie aus dem Bemühen um intellektuelle und soziale Plausibilität christlicher Identität zwei wichtige Funktionen der Kirche resultieren: die christliche Theologie und die christliche Homiletik.
Personen

Jutta Tloka Geboren 1973; Studium der Ev. Theologie in Münster und Marburg; 2000–2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB »Funktionen von Religion« an der Universität Münster; seit 2004 Assistentin am Institut für Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst der Universität Wien.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Kirchengeschichte — 117 (2006), S. 331–332 (Martin Illert)
In: Journal of Ecclesiastical History — 58 (2007), S. 731–732 (Winrich Löhr)
In: Adamantius — 14 (2008), S. 641–645 (Ilaria L.E. Ramelli)
In: Irenikon — 79 (2006), S. 449–452
In: Sehepunkte — Www.sehepunkte.de (Mark J. Edwards)
In: Gnomon — 80 (2008), S. 56–58 (Jan Stenger)
In: Historische Zeitschrift — 284 (2007), S. 725–726 (Claudia Tiersch)
In: Theologische Literaturzeitung — 133 (2008), S. 275–277 (I. Tanaseanu-Döbler)
In: Theologische Revue — 103 (2007), S. 207 (Alfons Fürst)