Theologie

Ingolf U. Dalferth

Illusionen der Unmittelbarkeit

Über einen missverstandenen Modus der Lebenswelt

2022. X, 114 Seiten.
erscheint im Dezember

Zur Sache. Der Essay 3

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Broschur
ISBN 978-3-16-161880-2
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Muss eine realistische Philosophie bestreiten, dass es nur vermittelte Weltzugänge gibt? Ingolf U. Dalferth vertritt die These, dass Vermittlung nicht das Gegenprogramm, sondern ein Kernaspekt des Realismus ist. Wer Unmittelbarkeit gegen Vermittlung ausspielt, verwechselt das lebensweltlich Selbstverständliche mit dem, was uns unmittelbar gegeben ist.
Muss eine realistische Philosophie bestreiten, dass es nur mediale, vermittelte Weltzugänge gibt? Ingolf U. Dalferth vertritt die These, dass die Berufung auf epistemische Unmittelbarkeit als Realitätsindikator im Weltverhältnis der Menschen ein Missverständnis des lebensweltlichen Grundmodus der Selbstverständlichkeit ist. Vermittlung ist nicht das Gegenprogramm des Realismus, sondern die Weise, in der wir auf die Wirklichkeit bezogen sind, zu der wir gehören. Was selbstverständlich ist, halten wir für unmittelbar gewiss. Es scheint ja keiner Begründung zu bedürfen. Doch diese Gleichsetzung von Selbstverständlichkeit mit Unmittelbarkeit ist ein Irrtum. Wo Unmittelbarkeit im Wirklichkeitszugang gegen Vermittlung ausgespielt wird, wird das lebensweltlich Selbstverständliche mit dem verwechselt, was uns unmittelbar und direkt gegeben ist. Das wird in der kritischen Diskussion wichtiger Konzepte der Unmittelbarkeit sowie am Beispiel der Phänomenologie der Lebenswelt in Auseinandersetzung mit Edmund Husserl und Hans Blumenberg gezeigt.
Personen

Ingolf U. Dalferth Geboren 1948; 1977 Promotion; 1982 Habilitation; Professor Emeritus für Systematische Theologie, Symbolik und Religionsphilosophie an der Universität Zürich; Danforth Professor Emeritus für Religionsphilosophie an der Claremont Graduate University in Kalifornien.

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