Internationales Jahrbuch für Hermeneutik 978-3-16-150323-8 - Mohr Siebeck
Philosophie

Internationales Jahrbuch für Hermeneutik

Schwerpunkte: Hermeneutik und Phänomenologie/Schöne Kunst
Hrsg. v. Günter Figal

99,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-150323-8
lieferbar
Das Jahrbuch präsentiert einschlägige Forschungsbeiträge zur Hermeneutik, die sich Themen von der Antike bis zur Gegenwart widmen. Hermeneutik gilt dabei als Kennzeichen der modernen Philosophie in vielerlei Bereichen: Sie bedeutet Reflexion auf die Kultur- und Geschichtsgebundenheit des Menschen sowie auf Interpretation und Übersetzung als Ermöglichung von Verständnisleistungen. Der diesjährige Band widmet sich dem Thema »Hermeneutik und Phänomenologie« und »Schöne Kunst".
Dieses Jahrbuch repräsentiert eine Hauptströmung der gegenwärtigen Philosophie mit ihren Entsprechungen in den Wissenschaften. Die philosophische Beschäftigung mit der Hermeneutik ist längst über die Frage nach der Textauslegung und der Methode in den Geisteswissenschaften hinausgelangt. Die Geschichtlichkeit und Interpretationsgebundenheit des Denkens wird nicht mehr nur als das spezielle Problem eines bestimmten Zweigs der Wissenschaft gesehen, sondern erscheint als Kennzeichen des Denkens überhaupt. Das Internationale Jahrbuch für Hermeneutik trägt der Breite dieser möglichen Ansätze Rechnung: Es steht sowohl historisch als auch systematisch allen Forschungsrichtungen offen, die an den Fragehorizont der Hermeneutik, sei es kritisch oder affirmativ, anschließen können. Somit repräsentiert es nicht nur diejenige Forschung, die sich auf hermeneutisches Denken im engeren Sinne bezieht, also etwa auf das Denken Nietzsches, Diltheys oder Heideggers. Vielmehr haben Beiträge zur Antike dort ebenso ihren Ort wie Beiträge zur Philosophie im Umkreis des Deutschen Idealismus. Der diesjährige Band widmet sich dem Thema »Hermeneutik und Phänomenologie« und »Schöne Kunst".
Inhaltsübersicht
Rudolf Bernet: »Es sind zwei Bewegungen, die sich ständig suchen und begegnen und wieder suchen«. Zum 70. Todestag Edmund Husserls

Schwerpunkt: Hermeneutik und Phänomenologie
James Risser: On the Hermeneutics of Hermeneutic Phenomenology - Charles E. Scott: Phenomenology in Different Modalities. Transformative Disciplines and Boundary Experiences. Gadamer and Foucault - Robert J. Dostal: The Science of Philology and the Discipline of Hermeneutics: Gadamer's Understanding - Béla Bacsó: »Das Ego ist also keine Realität«. Zur Vor- und Nachgeschichte von Husserls Londoner Vorträgen - Francisco De Lara: Zu den Sachen selbst? Sache und Erkenntnis in der hermeneutischen Wende der Phänomenologie - David Espinet: Hermeneutische Wende und Phänomenologie des Hörens. Überlegungen im Anschluß an Heidegger, Blumenberg und Husserl

Schwerpunkt: Schöne Kunst
Günter Figal: Über die Schönheit der modernen Kunst – Damir Barbarić: Emporhebendes Scheinen - Tanehisa Otabe: »Schöne Kunst muß als Natur anzusehen sein.« Zu einer kleinen Ideengeschichte der Ästhetik - Johann Kreuzer: Erinnerte Transzendenz. Zur Bestimmung des Schönen bei Platon und Augustinus

Beiträge
Uwe Steiner: Walter Benjamins Husserl-Lektüre im Kontext - Tilo Wesche: Praktische Vernunft und Willensschwäche. Zur Aristotelischen Anthropologie - Christian Sommer: »Rückbindung an die Götter«. Heideggers Volksreligion (1934/35) - Martin Ritter: Vom Sinn der Übersetzung. Versuch einer Gegenüberstellung von Benjamin und Gadamer - Denis Thouard: Die Vergegenständlichung des Geistes. Simmels Hermeneutik der Objektivität
Personen

Günter Figal Born 1949; 1976 PhD; 1987 Habilitation; 1989–2002 Professor of Philosophy at the University of Tübingen; since 2002 Professor for Philosophy at the University of Freiburg im Breisgau; since 2017 emeritus.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: FAZ – Redaktion NSB — 15. September 2010, S. N4 (Thomas Gross)