Rechtswissenschaft

Lukas Gerhardinger

Journalistischer Quellenschutz im Zeitalter der Digitalisierung und Globalisierung

2023. Ca. 340 Seiten.
erscheint im Januar

Schriften zum Medienrecht und Kommunikationsrecht

ca. 90,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-162008-9
in Vorbereitung
Der journalistische Quellenschutz ist in Deutschland ein hohes Gut. Das bestehende Regelwerk trägt den durch Digitalisierung und Globalisierung geänderten Rahmenbedingungen jedoch nicht ausreichend Rechnung. Der deutsche Quellenschutz droht insbesondere durch US-amerikanische Ermittlungsmaßnahmen ausgehöhlt zu werden.
Digitalisierung und Globalisierung haben die Rahmenbedingungen des journalistischen Quellenschutzes grundlegend geändert: Der technologische Fortschritt hat nicht nur der Presse neue Wege der Recherche, internationalen Vernetzung und Publikumserreichung ermöglicht, sondern auch den Strafverfolgungsbehörden eine Vielzahl neuer digitaler Ermittlungsmöglichkeiten eröffnet. Hinzukommt, dass der Quellenschutz zu einer internationalen Angelegenheit herangewachsen ist. Das bestehende Regelwerk trägt den geänderten Rahmenbedingungen nicht ausreichend Rechnung. Dies gilt nicht nur für das deutsche, sondern insbesondere auch für das US-amerikanische Recht. Hierin liegt auch eine Gefahr für die deutsche Presse, denn im Digitalzeitalter ist ein deutscher Quellenschutz, der seine Wirksamkeit nicht auch gegenüber US-amerikanischen Ermittlungsbehörden sicherstellt, letztlich nur ein leeres Versprechen.
Inhaltsübersicht
Einleitung 
I. Pressefreiheit als Voraussetzung der freiheitlichen Demokratie
II. Quellenschutz als Voraussetzung einer funktionsfähigen Presse
III. Digitalisierung und Globalisierung als Herausforderungen für den Quellenschutz
IV. Gang der Untersuchung

1. Kapitel: Der verfassungsrechtliche Quellenschutz in Deutschland und den USA
I. Deutschland
1. Die ermittlungsmaßnahmenübergreifende Grundstruktur des grundgesetzlichen Quellenschutzes 
2. Die Einzelfallabwägung zwischen dem Vertraulichkeitsbedürfnis der Presse und dem öffentlichen Strafverfolgungsinteresse bei digitalen Ermittlungsmaßnahmen 
II. Vereinigte Staaten von Amerika 
1. Kein verfassungsrechtlicher Quellenschutz 
2. Lückenhafter Schutz durch den Vierten Verfassungszusatz

2. Kapitel: Der unterverfassungsrechtliche Quellenschutz in Deutschland und den USA
I. Deutschland 
1. Das Zeugnisverweigerungsrecht des § 53 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 StPO 
2. Das Beschlagnahmeverbot des § 97 Abs. 5 StPO 
3. Der Schutz der Presse vor digitalen Ermittlungsmaßnahmen 
II. Vereinigte Staaten von Amerika 
1. Das unterverfassungsrechtliche reporter's privilege
2. Der Durchsuchungs- und Beschlagnahmeschutz in Presseräumlichkeiten 
3. Der Schutz der Presse vor digitalen Ermittlungsmaßnahmen

3. Kapitel: Notwendigkeit und Umsetzung eines transatlantischen Quellenschutzes 
I. Schutzgefälle zwischen dem deutschen und US-amerikanischen Quellenschutz 
II. Die US-amerikanische Rechtslage als Gefahr für den deutschen Quellenschutz 
III. Lösungsmöglichkeiten 
IV. Grundrechtliche Gebotenheit eines transatlantischen Quellenschutzes

Zum Schluss: Ein Appell an die Staatsgewalten
Literaturverzeichnis 
Sachregister
Personen

Lukas Gerhardinger Geboren 1992; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg; Akademischer Mitarbeiter am Institut für Öffentliches Recht, Abteilung für Verfassungsrecht, der Universität Freiburg; seit 2020 Juristischer Vorbereitungsdienst am Oberlandesgericht Karlsruhe; 2022 Promotion.
https://orcid.org/0000-0001-6418-6826

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