Rechtswissenschaft

Helena Lindemann

Kommunale Governance

Die Stadt als Konzept im Völkerrecht

2014. XI, 254 Seiten.

Jus Internationale et Europaeum 96

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-153468-3
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Kommunale Fragestellungen werden zunehmend auch auf internationaler Ebene verhandelt. Helena Lindemann nähert sich daher mit einer völkerrechtlichen Perspektive dem Thema »Stadt« und untersucht entsprechende Programme von Weltbank und UN-Habitat auf gemeinsame Kernelemente, ideologische Implikationen und ihre Völkerrechtsqualität.
Die rechtswissenschaftliche Analyse begreift Städte bislang überwiegend als rein nationalen Regelungsgegenstand. Demgegenüber stehen Entwicklungen wie die Verabschiedung spezieller UN-Deklarationen zu Städten oder die durch die Weltbank initiierte und angeleitete Privatisierung der kommunalen Daseinsvorsorge in zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern. Dies öffnet den Blick für einen völkerrechtlichen Zugriff auf das Thema »Stadt«. Als programmatische Konzepte zur Stadtentwicklung normieren die Weltbank oder das UN-Siedlungsprogramm UN-Habitat in Stadtstrategien Prinzipien wie Partizipation, Dezentralisierung, Privatisierung oder Good Urban Governance. Im Zentrum der Arbeit steht neben der exemplarischen Analyse und einer ideologiekritischen Lesart die dogmatisch schwierige Einordnung dieser internationalen Stadtstrategien als Völkerrecht.
Personen

Helena Lindemann Geboren 1981; Studium der Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt; Referendariat am Landgericht Bad Kreuznach; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für öffentliches Recht der Goethe-Universität Frankfurt; 2014 Promotion; seit September 2014 Rechtsanwältin in Frankfurt.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Die Öffentliche Verwaltung — 2015, 195–196 (Michael Fuchs)
In: Archiv des Völkerrechts — 2015, 144–147 (Helmut Philipp Aust)