Luthers Schriften für die Gegenwart 978-3-16-158939-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Martin Keßler

Luthers Schriften für die Gegenwart

Drei konkurrierende Editionsvorhaben in den 1930er und 1940er Jahren

2019. X, 256 Seiten.
erscheint im Mai
34,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-158939-3
DOI 10.1628/978-3-16-158939-3
in Vorbereitung
Wie kann eine volkssprachliche Werkausgabe eine breite Leserschaft erreichen? Martin Keßlers Studie dokumentiert die bislang unbekannten Vorhaben einer »Kleinen Weimarer Luther-Ausgabe« sowie einer Edition der »echten Luther-Schriften« und verfolgt die Anfänge von Kurt Alands »Luther deutsch« in das Jahr 1942 zurück.
Seit 1937 verfolgte der Hamburgische Hauptpastor Theodor Knolle, Vizepräsident der Luther-Gesellschaft, das Anliegen einer neuen Gesamtausgabe der deutschen Schriften Luthers. Zunächst arbeitete er mit dem Weimarer Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger zusammen, dann wechselte er zu C. Bertelsmann nach Gütersloh. Dagegen formierte sich seit 1942 ein vom Alfred Metzner Verlag angeregtes und seitens des Evangelischen Oberkirchenrats unterstütztes Konkurrenzunternehmen, das Erich Seeberg und Rudolf Hermann wissenschaftlich verantworteten. Ebenfalls 1942 nahm Kurt Aland die Vorbereitung zu der Ausgabe auf, die 1948 unter dem Titel »Luther deutsch« zu erscheinen begann. Martin Keßler zeigt anhand der drei Vorhaben Grundfragen editorischen Arbeitens auf und berührt Lösungsansätze der jüngsten Studienausgaben. Erhellend ist auch der Umgang mit Luthers sog. »Judenschriften« zwischen einer Betonung bis 1945 und dem Ausklammern aus der literarischen Öffentlichkeit nach 1945.
Personen

Martin Keßler Geboren 1975; 1995–2000 Studium der Ev. Theologie in Heidelberg, Erlangen und München; 2006 Promotion; 2013 Habilitation; 2014–16 Lehrstuhlvertretung in Bonn; 2016–18 Lehrstuhlvertretung in Göttingen; seit 2018 Heisenberg-Professor für neuzeitliche Kirchengeschichte in Frankfurt am Main.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f. Bayer. KirchenG — 88 (2019), S. 219–225 (Johannes Wallmann)