Positive wie negative Emotionen prägen das soziale Miteinander. In dieses Geflecht aus Emotionalität und Beziehungsgeschehen greift die Norm der μακροθυμία (Langmut), die zwischenmenschliches Miteinander konstituiert und definiert. Kerstin Reussner untersucht, was μακροθυμία kennzeichnet, was sie in antiken Texten bedeutet, in welchen Kommunikationszusammenhängen sie eine Rolle spielt und wie sie theologisch begründet wird.
Positive wie auch negative Emotionen prägen im Besonderen das soziale Miteinander. In dieses Geflecht aus Emotionalität und Beziehungsgeschehen greift die Norm der μακροθυμία (Langmut), die zwischenmenschliches Miteinander konstituiert und definiert. Wer langmütig ist, schätzt Beziehung, Gemeinschaft und Toleranz, wird dadurch doch eine unreflektierte, voreilige oder emotional unkontrollierte Reaktion auf das Verhalten des Gegenübers vermieden und stattdessen ein Vertrauensvorschuss geschenkt. Kerstin Reussner untersucht im Detail, was μακροθυμία kennzeichnet, was sie in antiken Texten bedeutet, in welchen Kommunikationszusammenhängen sie eine Rolle spielt und wie sie theologisch begründet wird.
Inhaltsübersicht:
I Grundlegungen
1. Thematische Hinführung
2. Grundriss zur semantischen Analyse
3. Grundriss zur ethischen Analyse
II Bedeutungsspektrum von μακροθυμία κτλ
4. Morphologische Bestimmungen
5. Quantitatives Vorkommen von μακροθυμία κτλ. Im Neuen Testament und der LXX
6. Mακροθυμία κτλ. in jüdischen Schriften
7. Mακροθυμία κτλ. im Korpus des Neuen Testaments
8. Mακροθυμία κτλ. in griechischen Schriften der neutestamentlichen Mitwelt
III Vertiefung anhand ausgewählter Perikopen
9. Thematische Hinführung
10. Textanalyse zu Mt 18,23-35
11. Textanalyse zu Jak 5,7-11
IV Zusammenfassung der Ergebnisse und Erträge
12. Mακροθυμία κτλ. im semantischen Untersuchungsfeld
13. Mακροθυμία κτλ. im ethischen Untersuchungsfeld