Materialisierung der Rechtswahl im Internationalen Familienrecht 978-3-16-158262-2 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Andreas Sahner

Materialisierung der Rechtswahl im Internationalen Familienrecht

Zur Bedeutung des Schwächerenschutzes im Europäischen Kollisionsrecht

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-158262-2
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Die Rechtswahl im Europäischen Internationalen Familienrecht erfordert eine freie Entscheidung der Parteien. Aber welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Wahl als frei angesehen kann? Andreas Sahner stellt die Materialisierung der Parteiautonomie vor und untersucht den Schutz der Autonomie schwächerer Parteien im Internationalen Familienrecht.
Das Europäische Internationale Familienrecht gewährt den Parteien Rechtswahlfreiheit. Es besteht jedoch die Gefahr, dass diese ein Recht wählen, das ihren eigenen Interessen widerspricht. Daher stellt sich die Frage, ob Parteiautonomie ein bloß formelles Prinzip ist oder einen materiellen Kern beinhaltet. Auf der Grundlage eines materiellen Verständnisses von Rechtswahlfreiheit werden die Rom III-Verordnung, die Güterrechtsverordnungen und das Haager Unterhaltsprotokoll daraufhin untersucht, ob sie den Anforderungen zum Schutz der Entscheidungsfreiheit schwächerer Parteien gerecht werden. Die Untersuchung reicht dabei von generalisierten Schutzinstrumenten wie der Begrenzung der Wahlmöglichkeiten über Formvorschriften bis hin zu flexiblen Wirksamkeitskontrollen im Einzelfall. Zugleich dient die Materialisierung der Parteiautonomie als Beispiel für die Materialisierung des Kollisionsrechts und des Rechts im Allgemeinen.
Personen

Andreas Sahner Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster; 2013 Erstes Juristisches Staatsexamen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsches und Internationales Familienrecht der Universität Münster; Referendar am LG Münster; 2018 Promotion; 2019 Zweites Juristisches Staatsexamen; seit August 2019 Richter in NRW.

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