Max Weber-Gesamtausgabe 978-3-16-153774-5 - Mohr Siebeck
Sozial-/Kulturwissenschaften

Max Weber

Max Weber-Gesamtausgabe

Band I/7: Zur Logik und Methodik der Sozialwissenschaften. Schriften 1900–1907
Hrsg. v. Gerhard Wagner, in Zus.-Arb. m. Claudius Härpfer, Tom Kaden, Kai Müller u. Angelika Zahn

2018. XV, 774 Seiten.
erscheint im Dezember
349,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-153774-5
in Vorbereitung
Dieser Band legt die frühen methodologischen Schriften Max Webers, darunter den »Objektivitäts«-Aufsatz, textkritisch geprüft und kommentiert vor. Dokumentiert wird die Ausarbeitung einer empirischen Sozialwissenschaft vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Wissenschaftsdebatten.
Vor dem Hintergrund des mechanistisch-deterministischen Weltbilds des 19. Jahrhunderts wollte Max Weber den Methodenstreit in der Nationalökonomie überwinden und eine »Theorie« genannte Form der Forschung begründen, die den Reichtum des historischen Lebens berücksichtigt. Dabei bediente er sich der Philosophie des Südwestdeutschen Neukantianismus, die er um eine aus den Naturwissenschaften stammende Wahrscheinlichkeitstheorie und eine aus der Ästhetik stammende Idealtypenlehre ergänzte. Seine Suchbewegungen durchmessen das ganze damalige intellektuelle Feld, um soziales Handeln als Gegenstand sowie deutendes Verstehen und kausales Erklären als Methode einer wertfreien sozialwissenschaftlichen Erkenntnis zu begründen. Ein wichtiges Medium wurde ab 1904 das von ihm mitherausgegebene »Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik".
Dieser Band legt die frühen methodologischen Schriften, darunter den »Objektivitäts«-Aufsatz und das »Geleitwort«, textkritisch geprüft und kommentiert vor. Der »Stammler«-Nachtrag wird nach dem Originalmanuskript neu ediert. Die Sacherläuterungen dokumentieren die vielfältigen Bezüge. Zitate, Literaturangaben und Anspielungen werden in den Apparaten aufgeschlüsselt.
Personen

Max Weber Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

Gerhard Wagner Geboren 1958; Studium der Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg; Promotion und Habilitation an der Universität Bielefeld; Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Leipzig und Würzburg; Lehrauftrag an der Universität Zürich; seit 2004 Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Wissenschaftstheorie/Logik der Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Claudius Härpfer ist promovierter Soziologe und derzeit Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Tom Kaden ist promovierter Soziologe und derzeit Mitglied der Klasse »Religion, Secularity and Cultural Dynamics« der Research Academy Leipzig.

Kai Müller ist Soziologe und ehemaliger Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Angelika Zahn ist Soziologin, ehemalige Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und arbeitet derzeit an ihrer Dissertation

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