Max Weber-Studienausgabe 978-3-16-845393-2 - Mohr Siebeck
Sozial-/Kulturwissenschaften

Max Weber

Max Weber-Studienausgabe

Band I/2: Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht
Hrsg. v. Jürgen Deininger

1988. VII, 242 Seiten.
19,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-845393-2
lieferbar
Aus Rezensionen zum Band I/2 der Gesamtausgabe:

»Vielmehr scheint es vor allem bemerkenswert, in welchem Maße sich bereits hier einige typische Eigenarten und Fragestellungen des späten Weber in nuce abzeichnen. So ist – nach der zutreffenden Beobachtung des Herausgebers ... – (schon) für diese frühe Arbeit 'die außerordentliche inhaltliche Dichte der Darlegungen mit ihrer nur mühsam gebändigten Fülle der Gedanken charakteristisch, die auf den Leser oft nur wenig Rücksicht nimmt ...'. Nicht zuletzt aber lassen das Interesse Webers 'am Wachsen und der Organisation des Großbetriebes' ..., seine Beobachtung eines frühen, fast 'börsenmäßige[n] Prämiengeschaft[es] in Immobilien' ... oder der Hinweis auf den 'kapitalistischen Geist' eines römischen Gesetzes ... seine zukünftigen Fragestellungen erahnen.«
Historische Zeitschrift (1987), Band 245, S. 390f.

»Webers Arbeit zeigt auch seine Vorliebe für Idealbilder als Vorläufer für seinen späteren berühmten Idealtypus. Faszinierend auch, wie Weber mit kühnem Schwung auf der Folie der römischen Agrargeschichte, die damals aktuelle preußische Agrarproblematik analysiert und mit der römischen Entwicklung vergleicht. So bildet die römische Agrargeschichte ein wichtiges Mittelstück in Webers Schaffen: Von der Geschichte der Handelsgesellschaft ausgehend, zog Weber den Bogen vom Mittelalter zurück in die römische Agrargeschichte, um dann die preußische Agrarproblematik seiner Zeit anzupacken. Ohne die kontroversen Agrarfragen in Preußen, aber auch ohne die besondere Rolle des klassischen Altertums für die höhere Allgemeinbildung und die des römischen Rechts für die Rechtswissenschaften ist Webers Werk nicht denkbar. [...] Max Webers wenig bekannte Habilitationsschrift wird in einer wissenschaftlichen Edition vorgelegt, die sich durch erläuternde Kommentierung, umfassende Quellenforschung und ansprechende Textkritik auszeichnet. »
Das Parlament vom 5. Februar 1988
Aus Rezensionen zum Band I/2 der Gesamtausgabe:

»Vielmehr scheint es vor allem bemerkenswert, in welchem Maße sich bereits hier einige typische Eigenarten und Fragestellungen des späten Weber in nuce abzeichnen. So ist – nach der zutreffenden Beobachtung des Herausgebers ... – (schon) für diese frühe Arbeit 'die außerordentliche inhaltliche Dichte der Darlegungen mit ihrer nur mühsam gebändigten Fülle der Gedanken charakteristisch, die auf den Leser oft nur wenig Rücksicht nimmt ...'. Nicht zuletzt aber lassen das Interesse Webers 'am Wachsen und der Organisation des Großbetriebes' ..., seine Beobachtung eines frühen, fast 'börsenmäßige[n] Prämiengeschaft[es] in Immobilien' ... oder der Hinweis auf den 'kapitalistischen Geist' eines römischen Gesetzes ... seine zukünftigen Fragestellungen erahnen.«
Historische Zeitschrift (1987), Band 245, S. 390f.

»Webers Arbeit zeigt auch seine Vorliebe für Idealbilder als Vorläufer für seinen späteren berühmten Idealtypus. Faszinierend auch, wie Weber mit kühnem Schwung auf der Folie der römischen Agrargeschichte, die damals aktuelle preußische Agrarproblematik analysiert und mit der römischen Entwicklung vergleicht. So bildet die römische Agrargeschichte ein wichtiges Mittelstück in Webers Schaffen: Von der Geschichte der Handelsgesellschaft ausgehend, zog Weber den Bogen vom Mittelalter zurück in die römische Agrargeschichte, um dann die preußische Agrarproblematik seiner Zeit anzupacken. Ohne die kontroversen Agrarfragen in Preußen, aber auch ohne die besondere Rolle des klassischen Altertums für die höhere Allgemeinbildung und die des römischen Rechts für die Rechtswissenschaften ist Webers Werk nicht denkbar. [...] Max Webers wenig bekannte Habilitationsschrift wird in einer wissenschaftlichen Edition vorgelegt, die sich durch erläuternde Kommentierung, umfassende Quellenforschung und ansprechende Textkritik auszeichnet. »
Das Parlament vom 5. Februar 1988
Personen

Max Weber Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalökonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Göttingen; 1889 Promotion über die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift über Römische Agrargeschichte; Ordinarius für Nationalökonomie in Freiburg (ab 1894) und Heidelberg (ab 1897); Mitherausgeber des Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und Redakteur des Grundriß der Sozialökonomik; umfassende Beiträge zur Methodologie der Sozialwissenschaften, zur Politik des deutschen Kaiserreichs, zu Wirtschaft, Politik, Religion, Recht und Kunst in universalgeschichtlicher Perspektive; nach langem, krankheitsbedingtem Interim schließlich Professor für Gesellschaftswissenschaft, Wirtschaftsgeschichte und Nationalökonomie in München (ab 1919); gestorben 1920 in München.

Jürgen Deininger (1937–2017) 1961 Promotion; 1969 Habilitation; o. Professor für Alte Geschichte an der FU Berlin (1969) und Hamburg (1976); seit 2002 emeritiert.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Gnomon — Band 61 (1989) S. 401–407 (Aloys Winterling)
In: Historische Zeitschrift — Bd. 250 (1990), S. 641–642 (Gregor Schöllgen)