Monotheistische Denkfiguren in der Spätantike 978-3-16-152823-1 - Mohr Siebeck
Theologie

Monotheistische Denkfiguren in der Spätantike

Hrsg. v. Alfons Fürst, Luise Ahmed, Christian Gers-Uphaus u. Stefan Klug

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ISBN 978-3-16-152823-1
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Der Glaube an einen einzigen Gott ist elementarer Bestandteil des christlichen Selbstverständnisses. In der Antike war diese Vorstellung jedoch keineswegs auf das Christentum beschränkt, sondern findet sich auch in der 'paganen' Kultur. Die Beiträge dieses Bandes widmen sich dem äußerst vielschichtigen Phänomen des spätantiken Monotheismus in christlichen wie in paganen Quellen.
Monotheistische Gottesvorstellungen haben über einen langen Zeitraum hinweg das Religionsverständnis des christlich geprägten Europa beherrscht. Für die frühen Christen gehörte das vom Judentum übernommene monotheistische Gottesbild elementar zu ihrem Selbstverständnis. Aus dem Blick gerät dabei, dass auch in der polytheistischen antiken Kultur monotheistische Tendenzen zu beobachten sind, die in der Forschung unter dem Phänomen 'paganer Monotheismus' diskutiert werden. Die Beiträge des vorliegenden Bandes analysieren monotheistische Konzepte, Argumentationen und Modelle anhand ausgewählter Werke spätantiker Autoren. Dabei werden wichtige Aspekte monotheistischer Denkfiguren erörtert, in denen die Entwicklung des komplexen antiken Monotheismus sowohl in christlichen als auch in 'paganen' Texten Ausdruck gefunden hat.
Inhaltsübersicht
Christian Gers-Uphaus/Stefan Klug: Einleitung: Die spätantike Debatte über den Monotheismus – Alfons Fürst: Die Rhetorik des Monotheismus im Römischen Reich. Ein neuer Zugang zu einem zentralen historischen Konzept – Luise Ahmed: Das monotheistische Gottesbild als Konversionsmotiv? – Christian Müller: Aggressiver Polytheismus? Monotheismus als (k)ein Thema in christlichen Märtyrerakten – Christian Gers-Uphaus: Rhetorik des Monotheismus in der Oratio ad Graecos Tatians - Andrea Villani: Tertullianische Variationen zum Thema Monotheismus – Christoph Bruns: Überlegungen zum Subordinatianismus in der Trinitätslehre des Origenes – Jochen Sauer: Naturrechtsdiskurs und Monotheismus. Denkfiguren ciceronischer Prägung in Laktanz' Argumentation für den Monotheismus – Sara Stöcklin-Kaldewey: Göttliche Hierarchie und Aufgabenteilung bei Kaiser Julian – Nicola Hömke: Pater rerum und dreieiniger Gott. Die Prädikation des einen Gottes in den Versus paschales des Ausonius – Therese Fuhrer: Augustins Modellierung des manichäischen Gottesbildes in den ConfessionesPeter Lötscher: Varro in der lateinischen Apologetik und der pagane Monotheismus – Franco Chiai: Die Ortsgebundenheit des Göttlichen bei Macrobius – Ilinca Tanaseanu-Döbler: Einheit des Göttlichen bei Proklos
Personen

Alfons Fürst Geboren 1961; seit 2000 Ordinarius für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU Münster.

Luise Ahmed Geboren 1985; seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Alte Kirchengeschichte der WWU Münster.

Christian Gers-Uphaus 2012 Diplom in Katholischer Theologie, 2015 Master in Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums.

Stefan Klug Geboren 1979; 2010–13 Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk; seit 2013 Referendar im Schuldienst (Geschichte, Kath. Religionslehre).

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Journal of Ecclesiastical History — 66 (2015), S. 837–838 (M.J. Edwards)
In: Theologische Literaturzeitung — 139 (2014), S. 1457–1459 (Peter Van Nuffelen)