Rechtswissenschaft

Milan Kuhli

Normative Tatbestandsmerkmale in der strafrichterlichen Rechtsanwendung

Institutionelle, rechtsverweisende und dichte Elemente im Strafrecht

2018. XXV, 474 Seiten.

Jus Poenale 14

109,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-154263-3
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Bis zu welchem Grad ist ein Strafurteil überprüfbar? Diese Frage stellt sich unter anderem dann, wenn ein Gericht Tatbestandsmerkmale anzuwenden hat, die auf außerstrafrechtliche Norm- und Wertordnungen verweisen.
Welchen Spielraum hat ein Strafgericht in der Rechtsanwendung? Wie weit reicht seine Entscheidungskompetenz? Diese grundsätzlichen Fragen gewinnen an Relevanz, wenn die Anwendung sogenannter normativer Tatbestandsmerkmale in Rede steht. Während gängige Ansätze in der Strafrechtswissenschaft diese Gesetzeselemente primär im Hinblick auf den Tätervorsatz beleuchten, widmet Kuhli sich den normativen Merkmalen unter dem Blickwinkel ihrer richterlichen Anwendung. Er zeichnet hierfür zunächst die historische Entwicklung des Konzepts normativer Elemente nach, um auf dieser Basis ein eigenes sprachtheoretisches Modell zu entwerfen. Die sich anschließende Untersuchung grundlegender Anwendungsprobleme behandelt den gegenwärtigen Diskurs über Beurteilungsspielräume in der Revision und Fragen der strafrichterlichen Bindung an zivilgerichtliche Entscheidungen.
Personen

Milan Kuhli ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht einschließlich ihrer internationalen und historischen Bezüge an der Universität Hamburg.
https://orcid.org/0000-0003-1707-2134

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Goltdammer's Archiv für Strafrecht — 2019, 577–579 (Hans Kudlich)