Notwendigkeit und Legitimation staatlichen Strafens 978-3-16-160184-2 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Wolfgang Frisch

Notwendigkeit und Legitimation staatlichen Strafens

Beiträge von 1977–2018
Herausgegeben von Georg Freund, Uwe Murmann und Michael Pawlik

2021. XI, 789 Seiten.
154,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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ISBN 978-3-16-160184-2
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In mehr als 30 Abhandlungen erörtert Wolfgang Frisch zentrale Fragen des Strafrechts: Was rechtfertigt Strafe, was macht sie notwendig? Welche Verhaltensweisen dürfen unter Strafe gestellt werden? An welche allgemeinen Voraussetzungen ist deren Bestrafung gebunden? Und was bedeutet legitimierbares Strafen für das Strafmaß und den Strafprozess?
Der vorliegende Band enthält mehr als 30 Abhandlungen von Wolfgang Frisch zur Legitimation staatlichen Strafens. Die einleitenden Beiträge gelten der historischen Entwicklung zu einem legitimationsorientierten Strafrecht. Der zweite Abschnitt ist Grundfragen staatlichen Strafens gewidmet: Welche Verhaltensweisen dürfen überhaupt mit Strafe bedroht werden und welche Beziehung muss eine Person zu ihnen aufweisen, damit ihre Bestrafung legitim erscheint? Die Konkurrenz denkbarer Konzepte staatlichen Strafens wird im Abschnitt zur Theorie staatlichen Strafens behandelt. Weitere Abschnitte befassen sich mit dem Zusammenhang von Strafkonzept und Straftatsystem. Für ein legitimationsorientiertes Strafrecht bezeichnen die allgemeinen Straftatvoraussetzungen das, was die Strafe im Einzelfall legitimiert. Die Konsequenzen dieser Einsicht für die herkömmlichen Straftatkategorien, die Strafzumessung und den Strafprozess werden in vier weiteren Abschnitten erörtert.
Inhaltsübersicht
§ 1 Wandlungen des Strafrechts – Formende Kräfte
Von theokratischem zu säkularem Strafrecht. Zum Zusammenhang von Staatstheorie und Strafrecht –
Rechtsphilosophie und Strafrecht in Europa – Zum Wesen strafrechtsdogmatischen Denkens und zur Bedeutung der Strafrechtsdogmatik für die Entwicklung des Strafrechts

§ 2 Grundfragen des Strafrechts (einschließlich Kriminalpolitik)
An den Grenzen des Strafrechts – Rechtsgut, Recht, Deliktsstruktur und Zurechnung im Rahmen der Legitimation staatlichen Strafens – Keine Strafe ohne Schuld – Schuldstrafrecht und Neurowissenschaften – Konzepte der Strafe und Entwicklungen des Strafrechtsin Europa – Zum Umgang des Strafrechts mit gefährlichen Rückfalltätern – Voraussetzungen und Grenzen staatlichen Strafens – Ein Resümee

§ 3 Theorie der Strafe
Vergeltung, Schuldausgleich und Wiederherstellung des Rechts – Zum Zweck der Strafandrohung – Schwächen und berechtigte Aspekte der Theorie der positiven Generalprävention

§ 4 Strafe, Verbrechensbegriff und Straftatsystem
Strafe, Straftat und Straftatsystem im Wandel – Strafwürdigkeit, Strafbedürftigkeit und Straftatsystem – Vom klassifikatorischen zum funktionalen Straftatsystem

§ 5 Kategorien der Straftat: Der Tatbestand
Die Conditio-Formel: Anweisung zur Tatsachenfeststellung oder normative Aussage? – Faszinierendes, Berechtigtes und Problematisches der Lehre von der objektiven Zurechnung des Erfolgs – Erfolgsgeschichte und Kritik der objektiven Zurechnungslehre – Gegenwartsprobleme des Vorsatzbegriffs und der Vorsatzfeststellung – am Beispiel der AIDS-Diskussion – Vorsatz und Mitbewußtsein – Strukturen des Vorsatzes

§ 6 Kategorien der Straftat: Die Rechtswidrigkeit
Grund- und Grenzprobleme des sog. subjektiven Rechtfertigungselements – Notstandsregelungen als Ausdruck von Rechtsprinzipien – Zur Problematik und zur Notwendigkeit einer Neufundierung der Notwehrdogmatik – Leben und Selbstbestimmungsrecht im Strafrecht

§ 7 Ergänzendes zur Schuld und zur allgemeinen Verbrechenslehre
Schwächen und Notwendigkeit einer Revision der Lehre vom Unrechtsbewusstsein – Beihilfe durch neutrale Handlungen

§ 8 Ausstrahlungen der Straftheorie und der Straftatlehre
Straftatsystem und Strafzumessung – Unrecht und Schuld im Verbrechensbegriff und in der Strafzumessung – Schuldgrundsatz und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz – Strafbarkeit juristischer Personen und Zurechnung – Schuldprinzip und Absprachen
Personen

Wolfgang Frisch ist Professor emeritus für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg.

Georg Freund ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Marburg.

Uwe Murmann ist Direktor der Abteilung für Strafrecht und Strafprozessrecht der Universität Göttingen.

Michael Pawlik ist Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg.

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