Philipp Melanchthon: Wissenschaft und Gesellschaft 978-3-16-158562-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Nicole Kuropka

Philipp Melanchthon: Wissenschaft und Gesellschaft

Ein Gelehrter im Dienst der Kirche (1526–1532)

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ISBN 978-3-16-158562-3
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Wissenschaftliche Methodik, wahre theologische Erkenntnis, politische Gesprächsbefähigung und das Bewahren von Frieden und Ordnung gehören für Philipp Melanchthon untrennbar zusammen. Nicole Kuropka untersucht seine Sicht auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft.
Der universitäre Elfenbeinturm ist für Melanchthon eine politisch brisante Institution, und Wissenschaft zu betreiben ein notwendiger Dienst an der christlichen Gesellschaft. Alle Wissenschaft, auch die Theologie, bedarf der rechten Methode, denn diese bietet die Möglichkeit, gerade in politisch schwierigen Zeiten die Gebildeten auf der Grundlage gemeinsamer Erkenntnisse zusammenzuführen.
Nicole Kuropka untersucht Melanchthons Sicht auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft. Wissenschaftliche Methodik, wahre theologische Erkenntnis, politische Gesprächsbefähigung und das Bewahren von Frieden und Ordnung gehören für Melanchthon untrennbar zusammen. Der Zusammenhang von Theorie und Praxis zeigt sich bei dem Gelehrten, Kirchenmann und Politiker Philipp Melanchthon. Er läßt seine wissenschaftliche Arbeit immer wieder neu von den politischen Gegebenheiten wie Kirchenvisitationen, Reichstagen oder Bündnisplänen befragen und versucht so, seine methodisch gesicherte Erkenntnis der Kirche und damit auch der Gesellschaft dienstbar zu machen.
Die Unterscheidung zwischen säkularen und theologischen Wissenschaften, zwischen Obrigkeit und Kirche wird dabei von Melanchthon stets betont, ihre Scheidung aber stets verhindert. Die Überzeugung des Humanisten und Reformators lautet: Ohne gebildete Wissenschaft keine Gesellschaft des Friedens und der Ordnung; ohne Theologie keine Wissenschaft und Bildung; ohne Wissenschaft und Bildung keine Reformation.
Personen

Nicole Kuropka Geboren 1970; 1990–96 Studium der evangelischen Theologie in Wuppertal, Bonn und Bochum; 1996–98 Studium der Geschichte an der University of Arizona / Tucson (USA); 2001 Promotion im Fach Kirchengeschichte; seit 2001 Vikariat.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.Histor.Forschung — Bd.31 (2004), H.4, S.631ff (Thomas Fuchs)
In: ERF Radio — Sendung: 02. November 2010
In: Jahrbuch f. Evang. KirchenG d. Rheinlandes — Jg.52 (2003), S.568f (Karl-H. zur Mühlen)
In: The Year's Work Mod.Language Stud. — Vol.64 (2002), S.633f (Mark Taplin)
In: Vuosikirja Arsskrift — Jg.93 (2003), S. 202ff (Otfried Czaika)
In: Archiv für Reformationsgeschichte — Jg.32 (2003), S.37f
In: Blätter f.Württ.Kirchengeschichte — Jg.103 (2003), S.409f (Martin H. Jung)
In: Theologische Literaturzeitung — Jg.129 (2004), H.3, Sp.302ff (Timothy Wengert)