Philosophie des Migrationsrechts 978-3-16-159244-7 - Mohr Siebeck
Philosophie

Philosophie des Migrationsrechts

Herausgegeben von Frederik von Harbou und Jekaterina Markow

2020. VIII, 444 Seiten.
49,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-159244-7
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Welche Vorstellungen von Identität liegen geltendem Aufenthalts-, Staatsangehörigkeits- und Integrationsrecht zugrunde? Welche Kriterien sind an ein ethisch anspruchsvolles Flüchtlingsrecht anzulegen? Dieser Band versammelt zu diesen Fragen Denkanstöße aus den Rechts- und Sozialwissenschaften sowie der Philosophie.
Welche Vorstellungen von gesellschaftlicher und individueller Identität liegen geltendem Aufenthalts-, Staatsangehörigkeits- und Integrationsrecht zugrunde? Welche Kriterien sind an ein ethisch anspruchsvolles Flüchtlingsrecht anzulegen – und wie ist die Kategorie des Geflüchteten überhaupt zu definieren? Die hier versammelten Aufsätze behandeln diese und weitere strukturanalytische und normative Probleme migrationsrechtlicher Normen aus rechtswissenschaftlicher, philosophischer und sozialwissenschaftlicher Sicht sowie aus diversen theoretischen Perspektiven. Der Titel »Philosophie des Migrationsrechts« verweist dabei auf das übergreifende Programm, einzelstaatliches, europäisches und völkerrechtliches Migrationsrecht auf seine Prämissen, seine Implikationen und die Möglichkeiten seiner Veränderung hin zu untersuchen.
Inhaltsübersicht
Frederik von Harbou/Jekaterina Markow: Einleitung – Jürgen Bast: Die Territorialität des Migrationsrechts – Karl-Heinz Ladeur: Transnationales Recht auf Rechtfertigung und Begründungsunbedürftigkeit der Lebenswelten. Zwei kollidierende Logiken des Migrationsrechts in der Weltgesellschaft – Frank Dietrich: Kollektive Selbstbestimmung und individuelle Freizügigkeit – Daniel Thym: Das Paradigma der Sesshaftigkeit im deutschen Migrationsrecht: Analyse und Kritik – Stefan Schlegel: Elemente einer institutionenökonomischen Analyse des Migrationsrechts – Thomas Groß: Grund- und menschenrechtliche Grenzen der Migrationssteuerung – Matthias Mahlmann: Migrationsrecht und Menschenwürde – Rainer Keil: Kritik des Migrationsrechts aus Kant’scher Perspektive – Paul Tiedemann: Wozu Flüchtlingsrecht? Von der Solidarität mit Gleichgesinnten zum abstrakten Menschenrechtsschutz – Bernd Ladwig: Moral auf der Flucht? Zu Begriff und Begründung des Menschenrechts auf Asyl – Véronique Zanetti: Jus post bellum und die Verantwortung für Flüchtlinge – Seyla Benhabib: Vom „Recht auf Rechte“ zur „Kritik der humanitären Vernunft“ – María do Mar Castro Varela/Malika Mansouri: Das Erbe kritisch betrachten. Verflechtungen von Kolonialismus, Rassismus und Migrationsgesetzgebung – Johanna Elle/Sabine Hess: Asyl und Geschlecht: Dynamiken und Fallstricke des Vulnerabilitätsparadigmas – Johannes Eichenhofer: Migrationsrecht und Integration – eine Problemskizze – Paul Mecheril: Politik der Integration. Eine unreinheitstheoretische Kritik – Will Kymlicka: Multikulturalismus ohne Staatsbürgerschaft? – Tobias Trappe: Verletzlichkeit und Verantwortung. Grundzüge einer Ethik der Migrationsverwaltung
Personen

Frederik von Harbou ist Rechtsanwalt für Migrationsrecht in Berlin, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität Gießen und wissenschaftlicher Koordinator des Forschungsprojekts „REMAP“ – Menschenrechtliche Herausforderungen für die Europäische Migrationspolitik, ebenda.

Jekaterina Markow ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im EU-Projekt 'LIAISION: Better Rural Innovation: Linking Actors, Instruments and Policies through Networks' an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Kollegforschergruppe 'Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit- konkret und global' am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Scienzz.com — http://www.scienzz.de/magazin/art12135.html (Josef Tutsch)
In: Neue Zeitschrift für VerwaltungsR — 39 (2020), 1256 (Gabriele Buchholtz)