Poetik der markinischen Christologie 978-3-16-155750-7 - Mohr Siebeck
Theologie

Jan Rüggemeier

Poetik der markinischen Christologie

Eine kognitiv-narratologische Exegese

119,00 €
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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155750-7
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Der Jesus des Markusevangeliums entzieht sich voreiligen Identitätszuschreibungen. Jan Rüggemeier präsentiert eine aktuelle Methodik zur Analyse neutestamentlicher Erzählungen. In den Fokus rücken hierbei die Leser und ihr Bild, das sie sich aufgrund ihres Vorwissens und der Lektüre vom markinischen Jesus machen.
Diese Arbeit wurde mit dem Armin Schmitt Preis 2017 und dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2019 ausgezeichnet.
Die narrative Exegese ist ein wichtiges Paradigma der neueren Markusforschung. Ein Grundproblem der Forschung war es bisher aber, historisch-kritische Methoden und synchrone Ansätze in ein Gesamtsystem der Interpretation zu überführen. Die sogenannte »kognitive Wende« in der Narratologie weist über eine rein textimmanente Analyse hinaus. Sie macht es möglich, die vielfältigen Interaktionen zwischen Rezipient und Erzählung zu beschreiben. Jan Rüggemeier stellt in seiner Studie eine entsprechende Methodik vor und zeichnet systematisch nach, welches kognitive Bild der Leser des Markusevangeliums im Lektüreprozess vom Protagonisten gewinnt und wie die einzelnen Figurenperspektiven seine Wahrnehmung der Hauptfigur beeinflussen. Die markinische Christologie erweist sich dabei im Kern als emergent. Die Identität Jesu erschließt sich erst vom Ende der Erzählung her und fußt auf dem textexternen Vorwissen – insbesondere den Bekenntnistraditionen – der intendierten Rezipienten.
Diese Arbeit wurde mit dem Armin Schmitt Preis 2017 und dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2019 ausgezeichnet.
Personen

Jan Rüggemeier Geboren 1981; Studium der Ev. Theologie in Heidelberg, Oxford und Tübingen; 2011 Ordination; 2011–16 Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neues Testament (Schwerpunkt Evangelienforschung) der Eberhard Karls Universität Tübingen; 2017 Promotion; derzeit Projektmitarbeiter am Institut für Neues Testament in Bern.
https://orcid.org/0000-0003-3506-3207

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Bibel und Kirche — 2018, Heft 2, S. 118–119 (Matthias Blum)