Politik und Internationales Privatrecht 978-3-16-155692-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Politik und Internationales Privatrecht

Hrsg. v. Susanne Lilian Gössl, in Gemeinschaft m. Rafael Harnos, Leonhard Hübner, Malte Kramme, Tobias Lutzi, Michael Florian Müller, Caroline Sophie Rupp, Johannes Ungerer

2017. VIII, 167 Seiten.
54,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155692-0
lieferbar
Dieser Tagungsband beinhaltet die Beiträge, die aus der ersten Tagung des IPR-Nachwuchses in Bonn zum Thema »Politik und Internationales Privatrecht (?)« im Frühjahr 2017 hervorgegangen sind. Die Beiträge widmen sich 'traditionellen' Elementen des IPR/IZVR wie ordre public und Eingriffsnormen und 'neuen' Tendenzen.
Dieser Tagungsband beinhaltet die Beiträge, die aus der ersten Tagung des IPR-Nachwuchses in Bonn im Frühjahr 2017 hervorgegangen sind. Seit Savigny wurde das in Zentraleuropa herrschende Kollisionsrecht traditionell als 'werteneutral' verstanden, da es das in der Sache anwendbare Sachrecht nur koordinieren soll. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass auch das Kollisionsrecht bestimmte materiellrechtliche Wertungen und Ergebnisse fördern oder verhindern kann. Die Beiträge widmen sich den unterschiedlichen Möglichkeiten und Aspekten des Zusammenspiels von politischen Zielsetzungen mit dem Kollisionsrecht. Es wird auf 'traditionelle' politische Elemente des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts eingegangen, insbesondere den verfahrens- und kollisionsrechtlichen ordre public sowie Eingriffsnormen bezogen auf Thematiken wie Menschenrechtsverletzungen, Immissions- und Datenschutz und Wirtschaftssanktionen, aber auch auf 'moderne' Tendenzen wie die Politisierung des IPR/IZVR durch die EU und den EuGH.
Inhaltsübersicht
Dagmar Coester-Waltjen: » Totgesagte leben länger« – gilt dies auch für das klassische IPR? – Iina Tornberg: Politik hinter dem »ordre public transnational« – Masud Ulfat: Zwischen entfesselten Schiedsgerichten und europäischer Harmonisierung. Die Rom I‐Verordnung und die Schiedsgerichtsbarkeit – Reinmar Wolff: Das vom Schiedsgericht anzuwendende Recht – eine responsio – Dominik Düsterhaus: Wie konstitutionalisiert der EuGH das europäische IPR/IZVR? Tendenzen und Konsequenzen – Jennifer Lee Antomo: Verfahren im ausländischen forum derogatum, Schadensersatz im inländischen forum prorogatum – gerechter Ausgleich der Interessen oder ungerechtfertigter Eingriff in fremde Hoheitsbefugnisse? – Friederike Pförtner: Internationales Privatrecht und Menschenrechte – kollisionsrechtliche Fragen zur zivilrechtlichen Haftung für »Menschenrechtsverletzungen« – Reka Fuglinszky: Zur Problematik der grenzüberschreitenden Immissionen im Zusammenhang mit der Revision der ungarischen Gesetzgebungsverordnung über das Internationale Privatrecht – Martina Melcher: Es lebe das Territorialitätsprinzip? Zur Bedeutung des internationalen Privatrechts für die Gewährleistung eines effektiven Datenschutzes – Tamás Szabados: Wirtschaftssanktionen im internationalen Privatrecht
Personen

Susanne Lilian Gössl ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Habilitandin, seit Juli 2015 Akademische Rätin am Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht der Universität Bonn.
https://orcid.org/0000-0002-2585-4614

Rafael Harnos Keine aktuellen Daten verfügbar.

Leonhard Hübner Keine aktuellen Daten verfügbar.

Malte Friedrich Kramme Geboren 1981; Studium der Rechtswissenschaften in Osnabrück und Lausanne; Rechtsreferendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg; seit Februar 2011 als Rechtsanwalt in Berlin tätig; 2013 Promotion; seit Oktober 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Verbraucherrecht und Privatrecht sowie Rechtsvergleichung der Universität Bayreuth.

Tobias Lutzi Keine aktuellen Daten verfügbar.

Michael Florian Müller Keine aktuellen Daten verfügbar.

Caroline S. Rupp Geboren 1983; Studium der Englischen Philologie, Psychologie und Mittelalterlichen Geschichte in Freiburg i.Br.; Master of Philosophy, Newnham College (Cambridge); Studium der Rechtswissenschaften und Begleitstudium im Europäischen Recht in Würzburg; 2011 Erste Juristische Staatsprüfung sowie Qualifikation als Europajuristin; seit Juli 2014 wiss. Mitarbeiterin am MPI für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg; seit August 2014 Rechtsreferendarin am OLG Hamburg; 2015 Promotion.

Johannes Ungerer Keine aktuellen Daten verfügbar.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Gemeinschaftsprivatrecht — 2018, 82–83 (Peter Mankowski)