Prioritätsgrundsatz und Gläubigergleichbehandlung 978-3-16-154299-2 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Jan Felix Hoffmann

Prioritätsgrundsatz und Gläubigergleichbehandlung

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inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-154299-2
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Zwei gegenläufige Prinzipien charakterisieren das deutsche Vollstreckungsrecht: In der Einzelzwangsvollstreckung gilt das Prioritätsprinzip, im Insolvenzverfahren herrscht dagegen der Gläubigergleichbehandlungsgrundsatz. Jan Felix Hoffmann versucht diesen grundsätzlichen systematischen Widerspruch im Vollstreckungsrecht unter Einbeziehung des französischen Rechts aufzulösen.
Das deutsche Vollstreckungsrecht wird von zwei gegenläufigen Prinzipien bestimmt: In der Einzelzwangsvollstreckung gilt das Prioritätsprinzip, im Insolvenzverfahren herrscht dagegen der Gläubigergleichbehandlungsgrundsatz. Dieser fundamentale Widerspruch im Vollstreckungsrecht konnte bis zum heutigen Tage systematisch nicht aufgelöst werden. Das Prioritätsprinzip im Einzelzwangsvollstreckungsrecht wird als freiheitliches, durch die Privatautonomie fundiertes Verteilungsprinzip gepriesen und die Gläubigergleichbehandlung in der Insolvenz zur rechtfertigungsbedürftigen Ausnahme erklärt. Jan Felix Hoffmann versucht unter Einbeziehung des Insolvenzanfechtungsrechts, des europäischen Insolvenzrechts und des französischen Vollstreckungsrechts die Vorstellung zu widerlegen, das Prioritätsprinzip sei Ausdruck materieller Verteilungsgerechtigkeit. Auf dieser Grundlage entwickelt er eine Vollstreckungsgesamtsystematik, die international anschlussfähig ist. Auch das besondere Problem des Doppelverkaufs wird thematisiert.
Personen

Jan Felix Hoffmann Geboren 1983; Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg; 2011 Promotion; 2015 Habilitation; Lehrstuhlvertretung an der Universität Bonn.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.Zivilprozeß — 2017, 511–519 (Ulrich Foerste)
In: Banca, borsa et titoli di credito — 2020, 102–103 (PA)