Privatrechtstheorie heute 978-3-16-155153-6 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Privatrechtstheorie heute

Perspektiven deutscher Privatrechtstheorie
Hrsg. v. Michael Grünberger u. Nils Jansen

2017. XII, 290 Seiten.

Recht - Wissenschaft - Theorie 13

64,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-155153-6
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Dieser Band stößt eine konzentrierte und zielgerichtete rechtstheoretische Diskussion an. Die Beiträge beziehen drei exemplarisch ausgewählte Zugänge zur Privatrechtstheorie aufeinander, vergleichen sie miteinander und analysieren kritisch ihre jeweilige Leistungsfähigkeit für eine reflexive Rechtswissenschaft.
Die deutsche Privatrechtstheorie befindet sich seit einiger Zeit in einer methodischen Aufbruchsdiskussion. Ungeachtet aller Unterschiede im Einzelnen, geht es ihr vorrangig darum, vorhandene Rechtsbestände kritisch zu reflektieren. Sie macht dabei den Richtigkeitsanspruch privatrechtlicher oder privatrechtsdogmatischer Aussagen als solcher zum Gegenstand der Diskussion. Die Privatrechtstheorie ist damit ein Bereich, in dem Juristen Reflexionsdistanz gegenüber dem positiven Recht gewinnen. Damit stößt der Band eine konzentrierte Diskussion an, die Perspektiven der Privatrechtstheorie aufeinander bezieht, miteinander vergleicht und ihre jeweilige Leistungsfähigkeit kritisch untersucht. Das Buch ist nicht an einer Sachfrage orientiert. Vielmehr analysieren die darin enthaltenen Beiträge drei jüngere Arbeiten, die jeweils repräsentativ für einen bestimmten Zugang zur Privatrechtstheorie stehen.
Inhaltsübersicht
Michael Grünberger/Nils Jansen: Perspektiven deutscher Privatrechtstheorie – Hans-Peter Haferkamp: Privatrechtshistorisches zu Marietta Auer, Der privatrechtliche Diskurs der Moderne – Gralf-Peter Calliess: Die Ko-Evolution von Recht und Gesellschaft – Eike Götz Hosemann: Privatrechtsidee und Common Law – Oliver Lepsius: Der Privatrechtsdiskurs der Moderne aus der Sicht des öffentlichen Rechts – Marietta Auer: Privatrecht ist doch wie Liebe – Lorenz Kähler: Pluralismus und Monismus in der normativen Rekonstruktion des Privatrechts – Stefan Arnold: Freiheit, ausgleichende Gerechtigkeit und die Zwecke des Privatrechts – Bertram Lomfeld: Der Mythos vom unpolitischen Privatrecht – Peer Zumbansen: Wessen Herzschlag höre ich da? Den des Rechtssubjekts oder den des Markts? – Florian Rödl: Gleiche Freiheit und Austauschgerechtigkeit – Anne Röthel: »Zugangsregeln« – Beobachtungen aus der Perspektive der Rechtsdogmatik – Ralf Seinecke: Rechtshistorische »Zugänge« zur Privatrechtstheorie – Ino Augsberg: Der Einzelne und sein geistiges Eigentum im Kontext der Systeme – Ralf Michaels: Zugangsschranken – Rezeptionsprobleme der Systemtheorie in der U.S.-amerikanischen Rechtstheorie – Dan Wielsch: Über Zugangsregeln
Personen

Michael Grünberger ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Technikrecht an der Universität Bayreuth.

Nils Jansen Studium der Rechtswissenschaften, Philosophie und Politik in Passau und Kiel; 1997 Promotion (Kiel); 1998 zweites juristisches Staatsexamen (München); 2002 Habilitation (Regensburg), Professur an der Universität Augsburg; 2003 Wechsel an die Universität Düsseldorf; seit 2006 Inhaber des Lehrstuhls für Römisches Recht und Privatrechtsgeschichte sowie Deutsches und Europäisches Privatrecht an der Universität Münster; seit 2007 Hauptantragsteller, seit 2019 Sprecher des Exzellenzclusters Religion und Politik.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Magazin 2000plus — 2018, Nr. 396, 76