Promotion eines furchtbaren Juristen 978-3-16-159462-5 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Promotion eines furchtbaren Juristen

Roland Freisler und die Juristische Fakultät der Universität Jena
Im Auftrag der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena herausgegeben von Walter Pauly und Achim Seifert

2020. XIV, 101 Seiten.
34,00 €
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ISBN 978-3-16-159462-5
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Roland Freisler, der berüchtigte Präsident des Volksgerichtshofes, wurde 1922 von der Juristischen Fakultät der Universität Jena zum »Dr. iur. utr.« promoviert. Der vorliegende Band will einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Teils der Rechts- und Universitätsgeschichte leisten.
Roland Freisler, der berüchtigte Präsident des nationalsozialistischen Volksgerichtshofes, der zahlreiche Menschen in Schauprozessen zum Tode verurteilt hat und als Urbild des »furchtbaren Juristen« (Ingo Müller nach Rolf Hochhuth) gilt, wurde von der Juristischen Fakultät der Universität Jena im Jahre 1922 zum »Dr. iur. utr.« mit der Bestnote »summa cum laude« promoviert. In seiner arbeitsrechtlichen Dissertation zu dem Thema »Grundsätze der Betriebsorganisation« hatte er sich mit den Grundlagen des in der damals noch jungen Weimarer Republik neuen Betriebsräterechtes auseinandergesetzt. Erst- und Zweitgutachter des damaligen Verfahrens sollten in der Rechtswissenschaft der NS-Zeit eine prominente Rolle spielen. Der vorliegende Band dokumentiert unter Einbeziehung umfangreicher Originaldokumente die Beziehungen Freislers zur damaligen Juristischen Fakultät der Universität Jena und ordnet sie in die Zeitumstände ein.
Personen

Walter Pauly ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie und Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Achim Seifert ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Arbeitsrecht und Rechtsvergleichung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Thomas Clausen Keine aktuellen Daten verfügbar.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: FAZ — 8. Juli 2020, 12 (Martin Otto)